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Spiral Drive & Lord Facsinator: Reise (Review)
| Artist: | Spiral Drive & Lord Facsinator |
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| Album: | Reise |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Psychedelic Rock, Space Rock |
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| Label: | Stone Free Records | |
| Spieldauer: | 33:39 | |
| Erschienen: | 17.07.2026 | |
| Website: | [Link] |
„Reise“ ist ein Albumtitel, der kaum treffender gewählt sein könnte. Gemeinsam mit LORD FASCINATOR hat SPIRAL DRIVE das Werk innerhalb von nur fünf Tagen erschaffen und entwickelt daraus einen ebenso stringenten wie atmosphärisch dichten Klangtrip. Die fünf Stücke „Auto“, „Rad“, „Zug“, „Flug“ und „Raum“ folgen dabei einem klaren Konzept und zeichnen den Weg von der alltäglichen Fortbewegung bis hinaus in die unendlichen Weiten des Kosmos nach, ohne dabei jemals wie reine Klangexperimente zu wirken.
Bereits der Opener „Auto“ öffnet mit schwebenden Synthesizerflächen, spacigen Elektronikdetails und tief im Hall versinkenden Vocals das Tor in diese außerweltliche Klanglandschaft. „Rad“ knüpft nahtlos daran an und beginnt passenderweise mit dem charakteristischen Drehen eines Rades, bevor sich ein vergleichsweise eingängiger Groove entfaltet. Die poppigere Ausrichtung sorgt für einen willkommenen Kontrast, ohne die hypnotische Grundstimmung zu verlassen. Mit „Zug“ rückt anschließend der titelgebende Rhythmus in den Mittelpunkt: Das stoische Stampfen erinnert unverkennbar an das Rattern auf Schienen, während fiepsende Elektronikfragmente, flirrende Soundeffekte und geschickt eingestreute Akustikgitarren zusätzliche Tiefe erzeugen. So gewinnt die Komposition trotz ihres repetitiven Charakters immer neue Facetten.
„Flug“ führt diesen Sog konsequent weiter. Der monotone Beat entwickelt eine beinahe tranceartige Wirkung, dezente Klavierakzente und eine sparsam eingesetzte Wah-Wah-Gitarre verleihen dem Stück zusätzliche Farbe. Besonders der elastisch pulsierende Bass hält die Komposition ständig in Bewegung und bildet das stabile Fundament für den verträumten Gesang, der eher als weiteres Instrument, denn als klassischer Melodieträger fungiert. Den Schlusspunkt setzt schließlich „Raum“, das überraschend organisch und beinahe analog anmutet. Zwar flimmern weiterhin Synthesizer durch den Mix, doch insgesamt dominiert eine melancholische Ruhe, die den Eindruck eines lautlosen Davonschwebens vermittelt.
Es wirkt wie ein stiller Abschied, ehe sich die Reise endgültig in den unendlichen Weiten verliert.
Fazit: SPIRAL DRIVE & LORD FACSINATOR erschaffen mit „Reise“ keinen Songzyklus im klassischen Sinne, sondern eine in sich geschlossene Klangexpedition, deren Stärke weniger in einzelnen Höhepunkten als in ihrem konsequent aufgebauten Flow liegt. Zwischen Psychedelic und Electronica entfaltet sich ein hypnotischer Sog, der Geduld verlangt, diese aber mit einer außergewöhnlich dichten Atmosphäre und einem stimmigen Gesamtkonzept belohnt.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Auto
- Rad
- Zug
- Flug
- Raum
- Bass - Raphaël Neikes
- Gesang - Raphaël Neikes
- Gitarre - Raphaël Neikes, Johnny Mackay
- Keys - Raphaël Neikes, Johnny Mackay Johnny Mackay
- Schlagzeug - Lauren Humphrey, Jan Fride Wolbrandt
- Reise (2026) - 11/15 Punkten
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