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Velcro Dog: Fjord Noir (Review)
| Artist: | Velcro Dog |
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| Album: | Fjord Noir |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Folk, Americana |
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| Label: | Westergaard Records | |
| Spieldauer: | 37:41 | |
| Erschienen: | 18.09.2026 | |
| Website: | [Link] |
Ob der Titel „Fjord Noir“ von der dunklen Seite der kommerziellen Erschließung der Natur Norwegens durch und für Touristen geschuldet ist, klärt VELCRO DOG-Bandleader Tony Gonzalez nicht abschließend auf. Aber der traurige Grundton seiner Musik könnte gut zu einem solchen Szenario passen.
„How early is too late, to start drinking?“ singt der Mann in „Like A Guest“ und bekräftigt mit diesem zynischen Kommentar die depressive Note, die seiner Musik stets zugrunde liegt. Dabei lebt der traditionelle Folk, der in den Stücken zu finden ist, nicht allein von depressiven Inhalten.
Denn auch wenn zu verspielten Banjo-Klängen der Bordstein geküsst wird („Concrete Kisses“), verleihen Elemente wie z.B. das düstere Cello in „Stranded on Trash Island“, den Stücken eher den Charakter von Klageliedern, die ein auswegloses Bild des Lebens in einer Gegend zeichnen, die der Verstädterung zum Opfer gefallen ist.
Gleichzeitig wirkt „Fjord Noir“ in seiner Gesamtheit wie eine Danksagung, vielleicht auch eine Liebeserklärung des Musikers an seine Heimat. Daraus resultiert auch das aufkeimende Gefühl von Hoffnung, das in einem Stück wie „I’ll Stick to Fiction“ mitschwingt. Selbst wenn dieses Gefühl, per Definition des Titels auf Sand gebaut ist, bleibt doch immer noch die Hoffnung, dass nicht alles auf Asche und Schande gebaut ist („Ashes & Shame“).
Dementsprechend malt die Musik auch nicht in bloßem Schwarz. Das Licht will zwar mit der Lupe gesucht werden, aber eine gewisse Eleganz und auch eine stolze Haltung findet sich in allen Stücken. Die Feststellung, dass es niemals besser werden wird, mit der Tony Gonzales im Opener „Send Me Downstream“ das Album eröffnet, ist also doch kein endgültiger Fakt. Ein Funke Hoffnung keimt immer irgendwo.
FAZIT: VELCRO DOGs „Fjord Noir“ ist, entsprechend seinem Titel, kein lebensfrohes Album, denn weder die Musik, noch die Texte zeugen von übersprudelnder Lebensfreude. Vielmehr vertont Bandleader Tony Gonzales hier ein intimes Mahnmal daran, nicht zu vergessen, welchen Wert die eigene Heimat und die Schönheit der Natur, der Erde generell hat und haben sollte. Insofern ist der Albumtitel düstere Prophezeiung und Warnung zugleich.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Send Me Downstream
- Like a Guest
- Concrete Kisses
- Friends in Dry Places
- Thirteen to the Dozen
- Stranded on Trash Island
- I'll Stick to Fiction
- The Gonzo Futurist Manifesto
- Ashes & Shame
- White Bluffs of Cover
- Roaccutan
- Gesang - Tony Gonzalez, Live Sunniva Smidt
- Gitarre - Tony Gonzalez, Samuel Lykkås
- Keys - Ludvig Rølvåg
- Sonstige - Live Sunniva Smidt (Cello), Timo Silvola (Banjo), Vebjørn Svanberg Numme (Percussion), Per-Arne Amundsen (Melodica)
- Fjord Noir (2026) - 12/15 Punkten
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