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Necrotic Woods: Perversions Committed On Flesh (Review)
| Artist: | Necrotic Woods |
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| Album: | Perversions Committed On Flesh |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Black Metal |
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| Label: | Crawling Chaos | |
| Spieldauer: | 45:27 | |
| Erschienen: | 03.10.2025 | |
| Website: | [Link] |
Knapp fünfzehn Jahre Release-Pause könnten einem kommerziellen Selbstmord gleichkommen. Ein Glück, dass NECROTIC WOODS mit ihrem rotzigen Black Metal von jeher Nischenmusik machen und augenscheinlich nicht von Umsätzen abhängig sind. So kann sich der geneigte Fan an den atmosphärisch-rauen Kompositionen von „Perversions Committed On Flesh“ erfreuen, ohne sich vor möglicher Weichspülung in Acht nehmen zu müssen.
Denn Stücke wie „Beautyvore“ vereinen Rock'n'Roll-Grooves mit sinistren Melodiebögen, die stellenweise an MAYHEM erinnern, während die Rhythmik von verschlepptem Doom-Sound bis hin zu Blastbeats alles auffährt. Derweil zieht sich eine nihilistische Bedrohlichkeit durch sämtliche Songs und wird u.a. im Opener „Be My Corpse“ durch Midtempo-Grooves und Flüstergesang erzeugt.
Zugleich gefällt die Gitarre mit stimmungsvollen Harmonien, die ein Stück wie „Her Skin“ zu morbiden Kleinoden brutaler Musik zwischen Horror-Ästhetik, flirrendem Frostriffing und einer gewissen Rotzigkeit (speziell im Gesang) werden lassen.
Dennoch blitzt die Liebe zur Melodie, bzw. zu atmosphärischer Tiefe, mehrmals in der Musik auf. Dass sich dabei ausgerechnet das erbarmungslose „Six Feet Deep Is Not Enough“ als Beispiel für dichte wie gleichermaßen aggressiv thrashige Black Metal Keule herausstellt, ist weniger ein Widerspruch, als vielmehr ein Statement der Band, die hier (ebenso wie im abschließenden „Worship Vice“) klarstellt, dass sich erbarmungslos dreckig-nihilistischer Black-Thrash und atmosphärische Tiefe bzw. (un)greifbare Emotionen nicht ausschließen müssen.
FAZIT: NECROTIC WOODS werkeln auf „Perversions Committed On Flesh“ gleichsam meditativ-rituell, wie sie die viehische Genre-Keule schwingen. Black Metal mit ungreifbar-spiritueller Atmosphäre trifft auf die Hackebeil-Methode, womit diese Nordrhein-Westfalen einen schmackhaften Happen unappetitlich-finsterer Musik zwischen Horror, menschlicher Abgründigkeit und Rock n‘ Roll-Attitüde servieren.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Be My Corpse
- Come Bleed for Me
- Venesection
- Beautyvore
- Her Skin
- Morbid Passions of Love
- My Kingdom Cum
- Six Feet Deep Is Not Enough
- Minor Misdeeds
- Worship Vice
- Perversions Committed On Flesh (2025) - 12/15 Punkten
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