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Horrifier: Revelations Of Gore (Review)

Artist:

Horrifier

Horrifier: Revelations Of Gore
Album:

Revelations Of Gore

Medium: CD/Download
Stil:

Old School Death Metal with fresh vibe

Label: Personal Records
Spieldauer: 38:08
Erschienen: 07.08.2026
Website: [Link]

Hätten wir es ahnen können, dass die in der norwegischen Hauptstadt eingekehrte Stille von trügerischer Natur war? Dass das Death-Metal-Quartett HORRIFIER nach seinem Debütalbum "Horrid Resurrection" (2023) erst recht auf eine abgründige Bahn geraten und nun mit seinem zweiten Album "Revelations Of Gore" einen fürchterlich schartigen Knüppel aus dem nach Verwesung stinkenden Sack ziehen würde…

…nur um uns diesen nach allen Regeln des klassischen Todesbleis achtmal hinterlistig über den Schädel zu ziehen?! Wer diese Warnung ignorieren möchte, der mag sein (Un-)Glück herausfordern und "Revelations Of Gore" einer näheren Untersuchung unterziehen – wenig anderes wird dabei zu entdecken sein als durch Blut, Schleim und Erbrochenes kriechende Maden.
Doch im Ernst: "Revelations Of Gore" hält neben geschmackssicherem Geschepper und Groove auch Gitarren- und Basssoli bereit, sowie mit Adrian Risøy einen Vokalisten, der sich anschickt, das Erbe eines gewissen Johan Edlund (zu Zeiten von "Sumerian Cry"!) anzutreten und seine Texte auf eine Art vorzutragen, die weder als Gesang noch als Gegrunze bezeichnet werden kann – sondern eher als entrückte Rezitation, wobei dieses Mal ein von Adrian ersonnenes mörderisches Konzept zum Tragen kommt, das (fast) alle Genre-Klischees erfüllt und gleichzeitig philosophische Fragen rund um menschliche Abgründe aufwirft.
Die Band verliert sich nie in Hochgeschwindigkeit oder prätentiösen Posen, sondern setzt auf Effektivität durch konsequenten Groove und ein gesundes Maß an Abwechslung, das die Musik gar nicht erst dem Verdacht des Progressiven aussetzt, jedoch auch keine Langeweile aufkommen lässt.
Beim zunächst garstig nach vorne preschenden "Morbid Lust" ziehen die Norweger alle Register, und die Tempoverschleppung in der Songmitte geht ihnen sowas von geschmeidig von den Händen, dass es ein ums andere Mal eine Wonne ist, ihnen bei ihrem maliziösen Spiel zu lauschen – kann Old School Death Metal noch unwiderstehlicher klingen?
Das mit einem stilechten Gore-Cover ausgestattete Album erscheint in physikalischer Form vorerst nur als CD über das umtriebige mexikanische Label Personal Records, doch es dürfte allenfalls eine Frage der Zeit sein, bis diese Scheibe ebenfalls auf Vinyl veröffentlicht wird, denn auch wenn sie vielleicht ein paar Jahrzehnte "zu spät" auf die sich ihr eigenes Grab schaufelnde Menschheit losgelassen wird, bringt sie im Grunde alles mit, was in Zukunft einen Klassiker-Status begründen könnte.


FAZIT: Auch auf HORRIFIERs zweitem Album "Revelations Of Gore" feiert der traditional geprägte Death Metal seine Auferstehung von den Totgesagten, und wird von der jungen Band aus Oslo so authentisch und unwiderstehlich dargeboten, dass nicht nur ältere Semester eine Zeitreise in die goldene Ära des Stils antreten können. Ein durch und durch ernst zu nehmender, mit allen wichtigen Waffen des Old School Death Metals gewappneter Anwärter auf das Genre-Album des Jahres!

Thor Joakimsson (Info) (Review 53x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • Voices
  • Compelled To Slaughter
  • Human Butchery
  • The Ingestion
  • Rejoice, Children Of The Flesh
  • Body Hoarder
  • Morbid Lust
  • The Final Oblation
  • Blood For Ascension

Besetzung:

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