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Forsonics: Timeline (Review)
Artist: | Forsonics |
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Album: | Timeline |
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Medium: | CD | |
Stil: | Modern Jazz, Jazz-Rock |
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Label: | Jazzsick Records/Membran/H'art | |
Spieldauer: | 54:58 | |
Erschienen: | 02.11.2018 | |
Website: | [Link] |
Zwei Jahre nach dem exzellenten Debüt sind FORSONICS mit dem Folgealbum am Start. Die Besetzung ist stabil geblieben, die Qualität der Musik auch. „Timeline“ ist eines jener raren Werk, die höchst entspannend wirken und dabei musikalisch hochspannend sind. „Timeline“ ist die Geschichte eines Tages und einer halben Nacht.
Um 5:10 Uhr findet der „Sunrise Over The Fjell“ statt, startet mit einer so schlichten wie anheimelnden und effektiven Pianofigur, der es gelingt, den gesamten Song zu tragen, und die stimmig umrankt wird vom zart federnden Schlagzeug, Bert Fastenraths fein ziseliertem Gitarrenspiel und Chris Fischers gedämpfter Trompete. Der Morgen beginnt ohne Hektik, verheißt aber bereits viele Entdeckungen.
Um halb acht werden Orgel und E-Piano zugeschaltet, die restlichen Zutaten bleiben und sorgen für raumgreifende Atmosphäre. Feiner, gefühlvoller Jazzrock, mit kleinen Breaks, langsam vorantastend, aber immer im Fluss. Zum „High Noon“ wird eine smarte Hommage an Chick Corea und Sergio Leone gereicht, wobei Corea die Oberhand behält. Mit ordentlich Drive wird der Nachmittag eingeläutet, der dann aber aufgrund einer ‘hässlichen Nachricht zu Gebäck und Tee‘ zu einem Slow Blues mit schneidender Gitarre und seufzendem Gebläse mutiert.
Auch im Weiteren behalten FORSONICS ihr Geschick zu komplexen Rhythmen äußerst einschmeichelnden Jazz, versetzt mit gekonnten Improvisationen zu spielen, ergänzt um eine satte Prise Rock. Es gibt keine Durchhänger, Ausfälle schon gar nicht. Das einzige, was man dem Album vorwerfen könnte, ist, dass es auch als ausgemachtes Nachtstück taugt. Primus inter pares ist das so elegische wie energische „Strange Change“, das sich in beinahe sakrale Höhen schraubt.
FAZIT: Mit ihrem Zweitwerk führen FORSONICS ihr Debüt gekonnt fort. Ein wunderbar austariertes Album voller feinnervigem Dahintreiben und kräftiger Schübe. Ein äußerst stimmungsvoller Begleiter durch den Tag bis in die tiefe Nacht hinein.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Sunrise over the fjell
- Ferry to patmos
- It´s over
- High noon
- Bitter sweet Moments
- Don´t wait for me
- Happy hour
- Reflexionen
- Strange change
- Don´t know why
- Gitarre - Bert Fastenrath
- Keys - Carsten Stüwe
- Schlagzeug - Andy Gillmann
- Sonstige - Chris Fischer (trompete, flügelhorn)
- Forsonics (2016) - 13/15 Punkten
- Timeline (2018) - 12/15 Punkten
- Open Water (2023) - 12/15 Punkten
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