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Minimum Vital: Le Royaume (Review)

Artist:

Minimum Vital

Minimum Vital: Le Royaume
Album:

Le Royaume

Medium: CD
Stil:

Progressive Rock

Label: Vital Musique/Just For Kicks
Spieldauer: 49:55
Erschienen: 27.02.2026
Website: [Link]

Die Geschichte der französischen Art-Prog-Band MINIMUM VITAL reicht weit über 40 Jahre bis in die frühen 1980er zurück – und noch immer klingt die Musik auch auf ihrem nunmehr zehnten Album „Le Royaume“ (Das Königreich) prog-folkig und weltumgreifend frisch, selbst wenn sie von herrlichen Vintage-Instrumenten lebt. Wer sich außerdem noch an EKSEPTION und deren vereinende Klassik-Progrock-Ideen erinnern kann, der wird sofort mit Begeisterung jedes der insgesamt 12 Stücke auf diesem königlichen Album mit dem sonnigen 'Mondgesicht' auf dem Album-Cover genießen.

Gegründet von den Zwillingsbrüdern Jean Luc und Thierry Payssan und mit dem französischen MUSEA-Label, das immer für spannende Veröffentlichungen einfallsreichen Progressive Rocks stand, erschufen die Franzosen eine spannende Mischung aus klassisch angehauchtem Progressive- und symphonischem Rock mit Folk-Ausflügen und dem einen oder anderen mittelalterlichen Schlenker. Das kam nicht nur in Frankreich gut an!


Im Laufe der Zeit entdeckte Gitarrist Jean Luc dann neben seiner E-Gitarre noch eine weitere sehr reizvolle stilistische Ausrichtung für sich, die auch auf „Le Royaume“ eine wichtige Rolle spielt und wozu er selber (unter der MINIMUM VITAL-Homepage) feststellt: „Obwohl die E-Gitarre von Anfang an mein Hauptinstrument war, habe ich mich in den letzten Jahren immer mehr für Akustik-Gitarren interessiert, insbesondere für typische Instrumente des Nahen Ostens wie die arabische Oud oder die türkische Saz. Ich hoffe, dass sie unserem Progressive Rock einen Hauch von 'Weltmusik' verleihen!“


Diese orientalische wie mittelalterliche Vision des Gitarristen macht einen besonderen Reiz an der Musik hinter MINIMUM VITAL aus, auch weil zusätzlich Flöten, Geigen und Trompeten im musikalischen Königreich der Franzosen auftauchen. Auch mit seltsamen, oft nur hintergründigen Gesängen („Danse Cornue“) experimentieren die Musiker auf vielfältige Weise, sodass die musikalische Kreativabteilung keine Grenzen kennt, selbst wenn auf übertriebene Experimente verzichtet wird. Rhythmen und Harmonien sind angesagt, die einen schnell beim Hören anheizen und in Zuckung versetzen.


Warum also nicht gleich auf nostalgische Weise zum Mond und zu den Sternen reisen, wie es nicht nur auf dem Album-Cover des achtseitigen Falt-Booklet im Jewelcase zu sehen ist, sondern auch auf dem von der Band speziell gestalteten Video zum Ausdruck kommt, wozu sie sie ihren „La Estrellas“-Song wählten und dazu bemerken: „Anlässlich der Veröffentlichung des neuen Albums 'Le Royaume' präsentiert MINIMUM VITAL ein neues Musikvideo: eine nostalgische Reise zu den Sternen, auf der unsere Helden zum Mond reisen, um Frauen aus längst vergangenen Zeiten zu jagen – die allerdings recht spärlich bekleidet sind –, und das alles unter den wachsamen Augen von George Méliès. Ein Video, das Jean-Luc Payssan mit viel Liebe zum Detail und ganz traditionell gestaltet hat – garantiert KI-frei!“


Sie sind und bleiben eben echte Prog-Nostalgiker, diese MINIMUM VITAL und werden so zum ein absoluten (Geheim-)Tipp für all diejenigen, denen der symphonische Progressive- und Art-Rock voller Nostalgie, aber auch Akustik, mittelalterlichem Folk und Weltmusik gefällt. Auch wenn ihr Bandnamen etwas anderes verheißt: Hier wird kein progressives Minimum, sondern ein absolutes Maximum zwischen Sonne, Mond und Sternen geboten.


FAZIT: Wenn MINIMUM VITAL anno 2026 auf „Le Royaume“ (Das Königreich) ihre elektro-akustische Prog-Rock-Reise Richtung Sonne, Mond und Sterne starten, dann bekommt der mitreisende Hörer vieles von dem geboten, was den typisch-französischen Prog ausmacht. Allerdings verzichten MINIMUM VITAL dabei auf den Arien-ähnlichen Gesang, sondern gehen vokal zurückhaltender und stellenweise experimenteller vor. Die Mischung macht's und bringt sogar viel Klassisches wie Weltmusikalisches mit sich, sodass auch Freunde, die EKSEPTION aus den Siebzigern heutzutage schmerzhaft vermissen, hier ebenfalls auf ihre Kosten kommen.

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 32x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • La Chapeloise
  • En Galice
  • Ordo Danielis
  • Cadences
  • Las Estrellas
  • Berry Roak
  • Yan Dele Son'
  • Godzilla
  • Farewell
  • Danse Villageoise
  • Danse Cornue
  • Galadriel À Manhattan

Besetzung:

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