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Forever Twelve: Home (Review)
Artist: | Forever Twelve |
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Album: | Home |
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Medium: | CD | |
Stil: | Progressive Rock |
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Label: | Melodic Revolution Records/Just For Kicks Music | |
Spieldauer: | 52:25 | |
Erschienen: | 22.09.2017 | |
Website: | [Link] |
MARS HOLLOW scheinen Geschichte zu sein, das bereits im Juli 2017 angekündigte Album des Nachfolgeprojekts LIFE AFTER MARS kreist bislang unveröffentlicht um den roten Planeten, deshalb hat John Baker Zeit, sich ausführlich FOREVER TWELVE zu widmen. Und so prägt seine, leicht Richtung Geddy Lee geneigte Stimme (näher jedenfalls als an Jon Anderson) neben den vielfältigen Tasteneinsätzen des Bandgründers Steve Barberic, das aktuelle Werk namens „Home“.
Wer sich vom Heim Ruhe und Behaglichkeit verspricht, ist über weite Teile fehl am Platze bei FOREVER TWELVE. Zwar gibt es ein paar kontemplative Momente mit warm fließenden Keyboardströmen, doch meist wird verschnörkelt drauflos geproggt. Eingängig ist das nicht, weder Musik noch John Bakers Vortrag. Vielfach wirkt er wie der Zeremonienmeister einer ausgefeilten Prog-Rock-Show. Beziehungsweise wie der Erzähler äußerst verzwickter Geschichten. Die Drums zerhacken das musikalische Material, ein äußerst präsenter Bass pflügt gekonnt dazwischen, die Gitarre setzt meist scharfe und nur gelegentlich beruhigende Akzente, während die Tasten das Geschehen knapp aber deutlich dominieren.
Das reicht von warmen Mellotronklängen über zackige Orgeleinsätze zu zirpenden und quietschenden Synthies. Das Klavier sorgt für einen Hauch Romantik und Annäherungen an die Klassik. Bei aller Kantigkeit wird mittleres Tempo selten überschritten, auf der anderen Seite sorgen die Akustikgitarre und geschmeidig gespielte Keyboards für gepflegtes „Olias Of Sunhillow“-Feeling. Manchmal nervt die zur Schau gestellte Kunstfertigkeit, weil das Songmaterial mit den technischen Kapriolen der Musiker nicht mithalten kann. Doch an Abwechslung, Entdeckenswertem und netten Preziosen mangelt es nicht.
FAZIT: Wer komplexen, abwechslungsreichen Retro-Prog von YES (bevorzugt der mittleren Phase) bis zu den FLOWER KINGS mag, der dürfte an „Home“, dem aktuellen Output von FOREVER TWELVE seine Freude haben. Trotz ein paar anstrengender, allzu nervöser und redundanter Stellen im fast einstündigen Programm. Kann man sich erarbeiten.
PS: Und wo das Album von Freunden guten Progrocks gekauft wird, ist ja eigentlich klar, genau hier mit einem Klick und nicht bei...
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Seven Seas
- Home
- Daisy Chain
- Kansas by the Sea
- Karmagedden
- Acoustic Rose
- Fate is in our Hands
- Bass - Tom Graham
- Gesang - John Baker, Tom Graham
- Gitarre - Tom Graham
- Keys - Steve Barberic, Tom Graham
- Schlagzeug - Fernando Martinez
- Home (2017) - 10/15 Punkten
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keine Interviews
Kommentare | |
Thomas
gepostet am: 03.01.2018 User-Wertung: 12 Punkte |
Weitgehende Zustimmung; nur bei der Note lege ich 2 oben drauf |