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Great White: 30 Years: Live From the Sunset Strip (Review)
Artist: | Great White |
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Album: | 30 Years: Live From the Sunset Strip |
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Medium: | CD | |
Stil: | Melodic Rock |
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Label: | Frontiers Music / Soulfood | |
Spieldauer: | 77:06 | |
Erschienen: | 22.02.2013 | |
Website: | [Link] |
Fans der gebeutelten Hardrock-Institution haben heuer etwas mit jenen der Briten TANK gemein: Sie machen ihrer Lieblingstruppe die Legitimität madig, weil selbige den Sänger und damit ihr Aushängeschild durch einen sicherlich fähigen, aber eben anderen Mann ersetzt hat. GREAT WHITE stellten die ehemalige XYZ-Stimme schon mit dem Studioalbum „Elation“ vor; jetzt folgt mit stolz geschwellter Jubiläumsbrust ersonnene Live-Nachlese.
„Live From the Sunset Strip“ klingt völlig roh belassen, gerade was den Gesang betrifft, und zuweilen regelrecht drucklos, was aber nicht an Ilous' Vocals an sich liegt, sondern der Produktion, die andererseits die Keyboards („House Of Broken Love“) zu sehr in den Vordergrund rückt. Das neue Mitglied brilliert im melancholischen „Desert Moon“ und tut auch dem Stampfer „Mista Bone“ genüge, bleibt aber gegenüber Jack Russel etwa in „Face The Day“ blass, gerade während der sachten Passagen, derer auch der Klassiker „House Of Broken Love“ nicht wenige besitzt. Ilous' Bemühungen zur Animation der offensichtlich in geringer Zahl zusammengekommenen Zuschauer wirken krampfartig, was insofern verwundert, als er mit seiner ehemaligen Band nicht gerade auf Hinterhöfen gespielt hat. Generell spielen GREAT WHITE auch zu viele Tracks neueren Datums, wo sie auf eine ganze Latte krachender Bandhits zurückgreifen könnte („Once Bitten, Twice Shy“ kommt wie mit dem Zaunpfahl gewunken am Ende), insbesondere in Anbetracht der Geburtstags-Veranstaltung.
Letztlich lassen sich auch „The Big Goodbye“, „Rock Me“ oder der Quasi-Comebacksong „Back To The Rhythm“ (abgesehen vom schwachen Hintergrundchor) gut anhören, doch Fragen ob des Sinnes hinter diesem Release mit einer solchen Setlist drängen sich genauso auf wie solche bezüglich der Zukunft der Band, die sich nach dem Feuer-Debakel von West Warwick nie wieder richtig erholt hat – und dieses jährt sich heuer ebenfalls bereits zum zehnten Mal …
FAZIT: „Live From the Sunset Strip“ ist ein ehrliches Konzertalbum, aber kein Highlight in der Karriere von GREAT WHITE, geschweige denn repräsentativ für die einstigen Stärken der Gruppe, auch weil sie ihren eigenen Ansprüchen nur noch selten gerecht wird und vor allem eines tut: müde klingen.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Desert Moon
- Lady Red Light
- Face The Day
- House of Broken Love
- Save Your Love
- Mista Bone
- The Big Goodbye
- Back To The Rhythm
- Rock Me
- Can't Shake It
- Once Bitten Twice Shy
- Bass - Scott Snyder
- Gesang - Terry Ilous
- Gitarre - Mark Kendall, Michael Lardie
- Keys - Michael Lardie
- Schlagzeug - Audie Desbrow
- Back To The Rhythm (2007) - 11/15 Punkten
- 30 Years: Live From the Sunset Strip (2013)
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