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Crobot: The Legend Of The Spaceborne Killer (Review)
Artist: | Crobot |
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Album: | The Legend Of The Spaceborne Killer |
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Medium: | CD | |
Stil: | Hardrock |
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Label: | Eigenvertrieb | |
Spieldauer: | 45:33 | |
Erschienen: | 26.10.2012 | |
Website: | [Link] |
Ein Debüt aus Pottsville in Pennsylvania und eine Musik wie von Bleizeppelinen mit Handbremse beziehungsweise Menschen, die den Rock der Siebziger sowie noch früheren Soul mit der Wolfsmuttermilch aufgesogen haben. Vom skandinavischen Einheits-Retro-Sound halten sich CROBOT aber angenehm weit fern.
Ausgehend vom Titelsong klingt die Combo tatsächlich wahlweise mal mehr nach Page und Plant (Titelstück, „Good Times In The Bad Lands“) oder Landsleuten wie CLUTCH oder BLACK CROWES („Leave The Key“, „Weigh Me Down“), wozu auch Sänger Brandons helle Stimme beiträgt. Gitarrist Bishop soliert und fiedelt für mindestens zwei, und die Rhythmusgruppe poltert archaisch, bloß dass sich CROBOT bei aller Klangwärme eine zeitgemäße Produktion angedeihen ließen.
„In the Undertow“ hätte RIVAL SONS jüngst zu einem weiteren Hit verholfen, wohingegen „Let Me In“ zwar die Männer zitieren, die durch die Hintertür kommen, aber während der Strophen ein fast Psych-poppiges Moment wie die frühen Liverpudel besitzt. Ein Hit ist es jedenfalls im gleichen Maße wie „Dirty Faced Brethren“, das sogar ein wenig etwas von AEROSMITH hat, wohingegen „Orphan“ mit für die angepeilten Jahrzehnte untypischen Dissonanzen spielt. Der Rauswerfer „Tap Dancin’ On A Tightrope“ swingt fantastisch und verweist noch einmal darauf, dass die Band dem Funk und Soul gleichermaßen verhaftet ist wie der harten Muse.
Um noch einmal auf die Einleitung zurückzukommen: CROBOT erfrischen, weil sie zuerst sehr gute Songs schreiben und dann zufälligerweise klingen wie die heuer allzu offensichtlich gewordenen Helden. Die Gruppe zieht aber hörbar ihr eigenes Ding durch und begeistert mit einem Karren voller Hits.
FAZIT: CROBOT stellen eine willkommene Abwechslung im Retro-Reigen dar, da sie (auch textlich) in der Gegenwart stehen und alte Helden bloß anklingen lassen, nicht aber emulieren. Wer eine bessere Alternative zu GRAVEYARD und Konsorten sucht, ist hier wirklich allerbestens bedient.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- The Legend of the Spaceborne Killer
- Weigh Me Down
- In the Undertow
- Cosmic Doppelganger
- Let Me In
- Leave the Key
- Dirty Faced Brethren
- Homeward Bound
- Good Times in the Badlands
- Orphan
- Tap Dancin’ On A Tightrope
- Bass - Sam Grim
- Gesang - Brandon Yeagley
- Gitarre - Bishop
- Schlagzeug - Tony Kobel
- The Legend Of The Spaceborne Killer (2012) - 11/15 Punkten
- Motherbrain (2019) - 11/15 Punkten
- Feel This (2022) - 9/15 Punkten