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Algol: Complex Shapes (Review)
Artist: | Algol |
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Album: | Complex Shapes |
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Medium: | CD | |
Stil: | Technical Melodic Extreme Metal |
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Label: | Punishment 18 | |
Spieldauer: | 41:07 | |
Erschienen: | 20.01.2012 | |
Website: | [Link] |
So kann man es sich auch schön reden, erst jetzt, siebzehn Jahre nach Bandgründung und nach dem 2007er Debüt „The Wisdom Lost“, das zweite Album gebacken bekommen zu haben: Man wollte jenseits aller Extremmusik-Trends den Fokus darauf richten, seinen eigenen Melodic-Death-Metal-Stil zu finden und zu entwickeln. Lässt man dann das Ergebnis dieser Wahnsinnsarbeit dann im Datenkarussell rotieren, ist die Ernüchterung zwar nicht riesig, aber durchaus groß genug, um sich zu fragen: „Was, und dafür brauchen die eine solche Ewigkeit?“
Die Vergleiche mit ARCH ENEMY und MERCENARY, wie sie in den „selling points“ angeführt werden, greifen halbwegs, und hinzu kommen ein paar Fragmente, wie man sie bei SACRED SIN oder bei den Landsmännern SADIST findet. Neben einigen ebenso vertretenen Göteborg-Stereotypen verwenden ALGOL auch lupenreine Heavy-Metal-Passagen („Still In My Eyes, Burning“). Um Abwechslung ist man also bemüht, doch unterm Strich entpuppt sich „Complex Shapes“ als ein recht unorignelles „best-of-what-we-like“, dessen Ideen gewaltsam in entweder holprig oder banal komponierte und arrangierte Stücke geprügelt werden. Zur Not mit doppelter Geschwindigkeit.
Auch die hochkarätige Prominenz, namentlich Dan Swanö (EDGE OF SANITY, MOONTOWER, NIGHTINGALE, unter anderem auch für das Mastering dieser Scheibe verantwortlich), Paul Speckmann und DETONATIONs Koen Romeijn, ebenso die sporadisch eingesetzten weiblichen Klargesänge, helfen diesem Zweitling nicht aus seiner Durchschnittlichkeit und Unbeholfenheit heraus, ebenso der gut gemeinte Einsatz verschiedener vokaler Klangfarben.
FAZIT: Offensichtlich hat sich hier eine Band in einer selbst gesetzten Aufgabenstellung verzettelt und ist an seinen eigenen Ansprüchen kläglich gescheitert. Beim nächsten Longplayer, der hoffentlich nicht erst 2031 erscheint, wünsche ich mir etwas mehr Lockerheit und Originalität. Oder wenigstens Lockerheit.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Your Lies
- Fragments Of Me
- Still In My Eyes, Burning
- Gorgon
- Subvert
- Dreams/Demise
- Complex Shapes
- Whiteout
- Empire Of The Sands
- Hate Serenades
- N.O.F.T.
- Complex Shapes (2012) - 6/15 Punkten
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