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The Jokers: Rock’n’Roll Is Alive (Review)
Artist: | The Jokers |
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Album: | Rock’n’Roll Is Alive |
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Medium: | CD | |
Stil: | Glam AOR'n’Roll |
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Label: | Steamhammer/SPV | |
Spieldauer: | 33:58 | |
Erschienen: | 30.08.2013 | |
Website: | [Link] |
Schlicht, kurz, prägnant. Stumpf, hingewichst, austauschbar. Sucht es euch aus.
Zum Positiven zählt eindeutig Sänger Wane Parry, dessen recht helles, rotziges Organ hervorragend zur gewählten Musikform passt. Irgendwo zwischen Noddy Holder, dem jungen Robert Plant (allerdings ziemlich unterfordert) und einem Schimmer von Marc Bolan angesiedelt, veredelt er die ziemlich simplen und meist vertraut vorkommenden Songs ungemein. Der begleitende Chorgesang ist ebenfalls nicht von der üblen Art.
Immer wieder fragt man sich, wann wohl JOAN JETT mit ihren Mitstreiterinnen um die Ecke kommt oder ob AC/DC mit einem Gastsänger einen kleinen, gemütlichen Kneipengig down under geben? „Rock’n’Roll Is Alive” ist kein Spielplatz für Novitäten. Das alles gab es schon einmal. Oft besser, aber auch viel schlechter. Gelegentlich wird beim AOR gewildert (Der „Skyline“-„N.Y.C.“-Komplex). Schnörkellos und anhörbar, doch ein wenig befremdlich. FOREIGNER in „Jukeboxtown“. Für Helden vermutlich.
Die langsameren Stücke – sie Balladen zu nennen kommt kaum in Frage – sind sogar ziemlich gut. Wie „Radio“ (ein bisschen zu lang) und das bluesige „Find My Way Home“. Heißt wirklich so. Wir sind in der Welt des eher beschränkten Vokabulars der Rock’n’Roll-High-School. Unterstufe. Okay, mit „Bring Your Love Back To Me“ existiert tatsächlich eine waschechte Ballade. Und die ist verdammt stark. Ebenso der knallige und zu kurze Schlusstrack „Dr. Rock Head“. Mehr davon und ich würde mir glatt eine Scheibe der JOKERS kaufen.
FAZIT: „Rock’n’Roll Is Alive” – stimmt wohl. Doch braucht man THE JOKERS für diese Erkenntnis? Naja, immerhin sind die Riffs, die sie in einer guten halben Stunde runterspielen unsterblich. Oder doch nur uralt? Scheiß drauf, ich habe so viele Einwände gegen dieses Album, dass zehn Finger nicht reichen, um sie aufzuzählen. Blöderweise macht das Ding trotz Fließband-Lyrics und Musik aus dem staubigen Sack voller Rock’n’Roll-Versatzstücke einfach ansteckenden Spaß. Wie üblich: „Kenn‘ ich weiß ich war ich schon“ und halte mich immer noch gern dort auf. Zuweilen. Ist halt nicht kaputt zu kriegen, die alte Rock-Töle.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Silver City
- Rock´n`Roll Is Alive
- Radio
- Blood Of Ox
- Night Driver
- Let It Rock
- Find My Way Home
- Sky Line
- N.Y.C.
- Bring Your Love Back To Me
- Dr. Rock Head
- Bass - Simon Hurst
- Gesang - Wane Parry, Simon Hurst
- Gitarre - Paul Hurst
- Keys - Simon Hurst
- Schlagzeug - Chris Poole
- Rock’n’Roll Is Alive (2013) - 9/15 Punkten
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