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Black Sheep Wall: No Matter Where It Ends (Review)
Artist: | Black Sheep Wall |
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Album: | No Matter Where It Ends |
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Medium: | CD | |
Stil: | Sludge/Doom |
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Label: | Season Of Mist | |
Spieldauer: | 61:27 | |
Erschienen: | 23.03.2012 | |
Website: | [Link] |
Ganz entgegen der meteorologischen Gegebenheiten Kaliforniens stinkstiefeln BLACK SHEEP WALL ganz schön sauertöpfisch den Strand entlang. Den fünf Sunnyboys aus dem wohltemperierten Staat scheint die Sonne offensichtlich die Hirnsuppe zerkocht zu haben, denn wenn man sich das zweite Album der Formation bis zum Schluss angehört hat, fühlt man sich wie das Schaf von Sheepworld, nur mit dem Unterschied, dass nicht nur „ohne dich“ alles doof ist, sondern egal wie, einfach immer alles doof ist, war und immer sein wird, komme was wolle.
EYEHATEGOD mit gutem Sound wäre eine gute Beschreibung, doch auch frühmastodoneske Einflüsse und deftonische Anflüge (danke, Infozettel... stimmt aber auch fast völlig) machen sich in dem depressiv-düsteren Tieffrequenzdickicht bemerkbar, und Trae Malones gutturales Gebrüll ist auch nicht gerade von der freundlichen Sorte. Und da man sich, wenn man so richtig kacke drauf ist und menno und eh alles Mist und pfrrrrz, kriecht man auch eher phlegmatisch durch seinen Grummelkeller - heißt im Klartext, dass 95% des Albums eher im Schneckentempo vorgetragen werden.
Möglicherweise bin ich persönlich nicht empfänglich genug für so viel Weltschmerz, Rabäh und Mümümü, aber bereits nach einem Albumdrittel beginnt das monotone Miesepetern zu ermüden, und nach der Hälfte der Scheibe manifestiert sich im momentanen Gemütszustand gar massive Genervtheit. Möglicherweise liegt es aber auch daran, dass diese Emotionen bei BLACK SHEEP WALL einfach ein wenig zu aufgesetzt rüberkommen - die Abgefucktheit EYEHATEGODs hat da etwas deutlich Aufrichtigeres und weiß eher zu vereinnahmen.
FAZIT: Leiden will gelernt sein. „No Matter Where It Ends“ klingt nicht nach „Alter, geht es uns vielleicht mal beschissen!“, sondern eher nach „Kommt, lasst uns auch mal einen auf Depri machen!“. Laienschauspieler. Bewerbt euch bei Sat.1 für K11 als Suizidkandidaten.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Agnostic Demon
- Liminality
- Vitruvian God
- Black Church
- Torrential
- Ambient Ambitions
- Cognitive Dissonance
- Personal Prophet
- Flesh Tomb
- Bass - Brandon Gillichbauer
- Gesang - Trae Malone
- Gitarre - Scott Turner, Garrett Randall
- Schlagzeug - Jackson Thompson
- No Matter Where It Ends (2012) - 5/15 Punkten
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