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Bersarin Quartett: II (Review)
Artist: | Bersarin Quartett |
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Album: | II |
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Medium: | CD/LP+CD | |
Stil: | Ambient/Soundscapes |
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Label: | Denovali Records | |
Spieldauer: | 63:18 | |
Erschienen: | 20.04.2012 | |
Website: | [Link] |
Fühlt man sich in den ambientlastigen Klangbetten von BOHREN & DER CLUB OF GORE, ULVER zu „Perdition City“-Zeiten, der ruhigen SIGUR RÓS, CINEMATIC ORCHESTRA und in den soundscapeorientierteren Sphären des Denovali-Labelprogramms wohl, so wird einem das zweite Album des Thomas Bücker-Babys BERSARIN QUARTETT mehr als gelegen kommen, denn wie schon auf dem Erstling „I“ bietet dieses Projekt während dieser mehr als einstündigen Reise durch geheimnisvolle Schönklange ein beklemmendes, überwältigendes Spektakel kaleidoskopartiger atmosphärischer Eindrücke.
Die sind mal Geschichten erzählend arrangiert („Niemals zurück“), dann wieder einem Song nahe („Zum Greifen nah“), und dann wieder, bar jedes Rhythmus', ein weites Keyboardflächenmeer, das der Gewalt der Natur nicht unähnlich ist. „Der Mond, der Schnee und Du“ hat hingegen beinahe etwas von einer stillen, langen Filmszene, die ohne Dialoge und nur mit visueller Kraft auskommt. Und dann gibt es solche Nummern wie „Perlen, Honig oder Untergang“, die erst mit Streicherwogen einen hypnotischen Effekt erzeugen, bis sich irgendwann ein verhaltener Rhythmus einschleicht.
Die einzelnen Kompositionen klingen nach intensiver, akribischer Arbeit, nach unnachgiebiger Suche nach dem richtigen Platz für das richtige Detail, und dennoch macht „II“ niemals den Eindruck, als wäre hier zu verkopft an die Sache herangegangen worden. Vielmehr hat das Album den Charakter eines perfekt geschnittenen, ausgeleuchteten Films an sich, und das fasziniert, erstaunt, begeistert.
Schließt man die Augen, sieht man die Bilder, sieht, wie sie ein Eigenleben entwickeln, kann man sich regelrecht die Szenarien und Figuren vorstellen. Einen Einblick in die Seele der fiktiven Protagonisten erhaschen. Und das lediglich durch Musik. Musik, die die visuelle Vorstellungskraft potenziert.
FAZIT: Faszinierende Tonkunst. Ton-KUNST, wohlgemerkt.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Niemals zurück
- Zum Greifen nah
- Im Lichte des Anderen
- Der Mond, der Schnee und Du
- Perlen, Honig oder Untergang
- Einsame wandeln still im Sternensaal
- Im Glanze des Kometen
- Alles ist ein Wunder
- Rot und Schwarz
- Keine Angst
- Hier und jetzt
- Jedem Zauber wohnt ein Ende inne
- Nichts ist wie vorher*
- *nur auf LP-Version
- Sonstige - Thomas Bücker (alles)
- II (2012) - 14/15 Punkten
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