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Darwin's Radio: Template For A Generation (Review)
Artist: | Darwin's Radio |
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Album: | Template For A Generation |
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Medium: | CD | |
Stil: | Progressive Rock |
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Label: | Eigenproduktion/ Just For Kicks | |
Spieldauer: | 44:21 | |
Erschienen: | 04.09.2009 | |
Website: | [Link] |
Eine knappe Dreiviertelstunde, drei Songs zwischen elf und neunzehn Minuten. Keine Klassik, kein Jazz, da muss nicht lange geraten werden: Progressive Rock ist angesagt. Und zwar das volle Pfund.
Mittlerweile dürfte sich in interessierten Kreisen herumgesprochen haben, dass sich hinter DARWIN’S RADIO nicht nur ein Roman von Greg Bear verbirgt, sondern auch vier Musiker mit einschlägiger Vergangenheit. Mark Westworth und Sean Spear spielten vor einiger Zeit bei GREY LADY DOWN den fettesten, grenzwertigen Retro-Prog, den man sich nur wünschen oder hassen kann, während Declan Burke und Tim Churchman Mitglieder einer RUSH-Tribute-Band mit dem originellen Namen SPIRIT OF RUSH waren.
Mit Neuzugang Churchman an den Drums, präsentieren DARWIN’S RADIO mit „Template For A Generation“ ihr zweites Album, nach dem ganz netten, aber wenig bewegenden Debüt „Eyes Of The World“ aus dem Jahr 2006.
Viel hat sich seitdem nicht getan. Die ausladenden Kompositionen bewegen sich immer noch in einem zeitlosen Rahmen, decken den Bereich zwischen abgespeckten frühen GENESIS und mittleren SPOCK’S BEARD, ohne Extravaganzen, gediegen ab. Wo da ein „touch of jazz“ abgeblieben ist, weiß nur das Presse Info. „Template For A Generation“ist ein sehr ausgewogenes Album: fast jeder gelungene Einfall besitzt ein wenig ausgegorenes Pendant. Manches plätschert nur beruhigend vor sich hin, aber gern werden allzu durchschnittliche Ideen durch langwierige Wiederholungen gestreckt. Irgendwie muss der Opener ja auf seine neunzehn Minuten kommen.
Doch zwischendurch gibt es wohlgestaltete Passagen, die aufhorchen lassen; überraschende Wendungen, kleine melodische Einfälle und Breaks, die überzeugen und den Hörer bei der Stange halten.
Sonderlich komplex, schräg oder wild wird es nie. Alles läuft in gemäßigten Gefilden ab, zwischen besinnlicher Rückschau und neoproggigen Streifzügen. Modernstes Elemente sind kleine Samples, wie das vorgetäuschte Knistern einer verkratzten LP, und ein paar überraschende und recht radikale Brüche. Doch danach stellt sich wieder Wohlklang ein, manchmal ein wenig gehetzt, aber nie außer Atem. Unterhält wohl, aber wirklich atemberaubend ist es nicht.
FAZIT: Innovationen darf man von DARWIN’S RADIO nicht erwarten. Hier wird Prog geboten, gediegen und kompetent. Perlende Pianos, Keyboardfanfaren, Gitarrengeschrubbe von leicht schräg bis melancholisch, solide Bassarbeit, meist unauffälliges Drumming (das, wie so oft bei Eigenproduktionen, etwas blässlich klingt. Verwundert im vorliegenden Fall etwas, da der Sound ansonsten in Ordnung geht. Kein Highlight, aber rechtschaffene Mittelpracht. Wie das ganze Album.) und akzeptabler Gesang. Die Anzahl der Songs ist im Vergleich zum Debüt geschrumpft, ebenso die Laufzeit, dafür sind die Stücke selbst wesentlich länger. Doch gerade beim längsten Lied wird Zeit geschunden, so stellt sich neben einigen ergreifenden, dramatischen Momenten gelegentlich gepflegte Langeweile ein.
Erhältlich über www.justforkicks.de
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- The Illusion Is
- Breath It In
- Age of Broken Reason
- Bass - Sean Spear
- Gesang - Declan Burke, Mark Westworth
- Gitarre - Declan Burke
- Keys - Mark Westworth
- Schlagzeug - Tim Churchman
- Eyes Of The World (2006) - 8/15 Punkten
- Template For A Generation (2009) - 9/15 Punkten
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keine Interviews