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Volores: Shores of Scorpio (Review)
| Artist: | Volores |
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| Album: | Shores of Scorpio |
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| Medium: | CD/LP | |
| Stil: | Alternative- und Indie-Rock |
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| Label: | Rookie Records/Flight13 Records | |
| Spieldauer: | 40:19 | |
| Erschienen: | 10.04.2026 | |
| Website: | [Link] |
Das Denver-Duo VOLORES besingt auf seinem Zweitwerk „Shore of Scorpio“ Themen wie persönliche Erkenntnisse, die Täuschung in lange gekannten und geliebten Menschen und die damit einhergehende Identitätskrise, sowie das fehlende Gefühl von Zugehörigkeit.
Herzstück des Albums ist in diesem Zusammenhang „The Paperboy“ in dem Shelby Maxwell den Umstand verarbeitet, durch einen DNA-Test zu erfahren, dass ihr Vater nicht ihr leiblicher Vater ist. Angesichts dessen, dass derartige Umstände das Potenzial haben die eigene Welt einzureißen, wirkt der Spannungsbogen des Stücks erstaunlich gefasst. Denn die Sängerin arbeitet sich zu einem eindringlichen Basslauf mit sanfter Stimme auf den Refrain hin, der in bestem Alternative Rock schier explodiert.
Derartige Abläufe finden sich mehrfach in den Stücken, so z.B. auch im schwerfälligen „The Matador“, das beinahe laszive-ruchlose Züge trägt. Der stimmliche Ausdruck täuscht derlei Assoziationen jedoch immer bis zur Grenze des Ausbruchs an, um sich dann in einer Art erlösender Flucht zu ergeben (‘run, baby, run…‘).
Dennoch bricht am Ende nicht die Welt zusammen, denn „The Cosmonaut“ versucht sich in Vergebungsübungen und Akzeptanz. Musikalisch trifft die innere Zerbrechlichkeit von Shelbys Stimme auf bedachte Rhythmen und warme Bassläufe, die von Bitterkeit, aber auch dem süßen, befriedigenden Geschmack der Erkenntnis zeugen. Zu marginalem Americana-Flair scheint diese Erkenntnis Kraft zu spenden, denn VOLORES wirken durch und durch ästhetisch, schön und aufrecht in dem, was sie tun.
FAZIT: „Shore of Scorpio“ besticht durch tiefgreifende Emotionalität, die von eindringlichem Alternative Rock bis hin zu bedacht melancholischem Americana-Flair eine breite Musikpalette abdeckt. Bitterkeit und Lebenskraft gehen dabei Hand in Hand, wodurch VOLORES eine emotionale Achterbahnfahrt mit dem Ziel der persönlichen Sinnsuche vertonen. Musikalisch ist das Album auf jeden Fall sinnstiftend, denn es birgt sowohl Potenzial für Heilung als auch für destruktives Selbstmitleid, womit das Duo ein authentisches Abbild einer Lebenskrise liefert.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- The Poet
- The Actor
- Shores of Scorpio
- The Paperboy
- The Butcher
- The Fortune Teller
- The Huntress
- The Commodore
- The Matador
- The Stuntman
- The Cosmonaut
- Bass - Nathan Maxwell
- Gesang - Shelby Maxwell, Nathan Maxwell
- Gitarre - Shelby Maxwell
- Schlagzeug - Art Brown
- Shores of Scorpio (2026) - 13/15 Punkten
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