Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Space of Variations: Poisoned Art (Review)

Artist:

Space of Variations

Space of Variations: Poisoned Art
Album:

Poisoned Art

Medium: CD/LP
Stil:

Metalcore

Label: Napalm Records
Spieldauer: 40:58
Erschienen: 13.02.2026
Website: [Link]

Vor ungefähr 20 Jahren merkte Michael Amott spöttisch an, dass die Namen von Metalcore-Bands aus drei Wörtern bestünden, die nichts miteinander zu tun hätten. Offenbar liegt dieser Verdacht bei den Ukrainern von SPACE OF VARIATIONS ebenfalls nah. Mehr noch: Das Zusammenhangslose setzt sich in ihrer aktuellen, unter „Poisoned Art“ veröffentlichten Musik fort.

Und die Kritik ist so alt wie das Amott’sche Diktum selbst: Wer außer Stakkato-schwangeren Bollo-Rhythmen nichts zu sagen und sich ansonsten auf repetitive moderne Groove-Metal-Schleifen verstiegen hat, der muss, um halbwegs Leidenschaftlichkeit in das seelenlose Getöse zu bringen, augenscheinlich alles mit dudeligen Elektronika und cleanen, studiotechnisch „aufgehübschten“ Emo-Gesängen zukleistern. Die musikalische Härte dient dabei lediglich als Ablenkungsmanöver. Was auf dicke Hose macht, ist eigentlich nur eierlose kommerzielle Pop-Musik im Metal-Wolfspelz. Es handelt sich um den missglückten Versuch, sich bei aller suggerierten Verletzlichkeit als waschechte Extrem-Kombo zu gerieren. Und in dem Kontext tritt man halt in jedes noch so wohlfeile Klischee-Fettnäpfen, das sich da auftut. Insbesondere das schon damals zurecht umstrittene Hart/Zart-Schema des Sängers macht einen immer wieder aufs Neue wahnsinnig.


Anscheinend ist selbst das bisschen Musik, welche die knapp vierzig Minuten beinhalten, eine fast unkontrollierbare Größe. Mehr als einmal erweckt das Gebotene den Eindruck, dass all die genannten Elemente kein rundes Ganzes abgeben, sondern versatzstückartig nebeneinander stehen. Dafür gibt es auch einen Namen: das Medley. Wie man angesichts dieser Beobachtung die „vergiftete Kunst“ als „reif“, „kohärent“ und „schlüssig“ bezeichnen kann (so an anderer Stelle des Internets geschehen), übersteigt die persönliche Vorstellungskraft um einiges. „I got the message but there’s no connection.“ So viel Vermögen zur Selbstreflexion traut man den Ukrainern schlechterdings gar nicht zu.


FAZIT: Die coolen Chor-Samples vom Opener „Tribe“, die an den Soundtrack von „Ghost in the Shell“ erinnern, die sehr sporadischen, aber durchaus moshkompatiblen Hardcore-Sequenzen („GHOST TOWN“) sowie die einen oder anderen schmissigen Gitarren-Grooves („COLDHEAVEN“) können nicht darüber hinwegtäuschen, dass „Poisoned Art“ von SPACE OF VARIATIONS über die komplette Länge hinweg eine ziemlich generische, überproduzierte und stumpfsinnige Angelegenheit darstellt. „Raum für Variationen“ gibt es auf diesem Langdreher demnach nur wenig.

Tim Rahrbach (Info) (Review 57x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 5 von 15 Punkten [?]
5 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • TRIBE (3:26)
  • HALO (4:04)
  • MAYDAY (3:32)
  • PARALLEL REALITIES (3:29)
  • DOPPELGÄNGER (3:53)
  • GODLIKE (3:45)
  • GHOST TOWN (2:53)
  • COLDHEAVEN (4:02)
  • BACK TO DIRT (3:30)
  • SNAKE SKIN (3:37)
  • LIES (3:23)
  • ECHO (1:24)

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Wieviele Tage hat eine Woche?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!