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NÛS: Shapes of Longing (Review)
| Artist: | NÛS |
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| Album: | Shapes of Longing |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Progressive Rock, Blues, Soul, Folk |
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| Label: | Third Star Records | |
| Spieldauer: | 45:17 | |
| Erschienen: | 15.10.2026 | |
| Website: | [Link] |
NÛS verknüpfen auf „Shapes of Longing“ die Geschichte vom Fall Luzifers mit Themen wie Liebe, Schicksal, Sterblichkeit und der menschlichen Sehnsucht nach einem Sinn im Leben. Diese Themenvielfalt wird in einer Musikmelange aus Progressive Rock, Blues, Soul und Folk unterbreitet, wobei keiner der Stile offensichtlich im Vordergrund steht.
Ein Stück wie „Left Behind“ gefällt durch eine sanfte Textur, in der u.a. ein Saxofon und eine Geige für Farbtupfer sorgen, während „Fissure“ mit warmem Sound auf dem rhythmischen Bass aufbaut und sich u.a. dank des gefühlvollen Gesangs als guter, weil tonangebender, Einstieg in das Album herausstellt.
„John The Revelator“ führt dagegen in schwermütige Blues-Gefilde. Beinahe schwebt eine gewisse Western-Atmosphäre über dem Stück, die sich in „The Reaper“ zu einer sanften, leicht proggigen Ballade wandelt, bei der das Schlagzeugspiel mehr als einmal den Ton angibt.
Der Zweiteiler „The Basis For The Devil’s Argument“ dagegen lebt weitestgehend von reduzierter Instrumentierung und sphärischen Klangteppichen („Part 1“), wobei sich NÛS im zweiten Teil von ihrer experimentellen Seite zeigen und bisweilen freigeistig improvisieren.
In diesem Kontext passen Piano und Saxofon vielleicht nicht immer zusammen, aber gerade dieser krude Ansatz unterstreicht das Thema der Irreführung, das ja auch Teil der Argumentation mit dem Teufel ist.
„This Skin“ schlägt dagegen versöhnliche Töne an. Zu reduzierter Instrumentierung steht der Gesang von Percy Howard im Fokus, wobei der Mann klingt, als würde er sich bei sich selbst und seinem Körper für die durchlebten Strapazen und Hürden bedanken. Ein Dank daran, das Leben ausgehalten zu haben.
FAZIT: NÛS vertonen mit „Shapes of Longing“ eine Lebensgeschichte, bzw. den Zyklus eines Lebens, das sich im Auf und Ab der Zeit zurechtfinden muss. Manch schwerer Grundton der Musik trifft auf eine dichte Textur der Musik, deren Bilder immer ein wenig philosophisch anmuten, ohne vollends aufgedröselt zu werden. Damit liefert das Album sowohl Stoff für grüblerische Momente als auch erhebende, freigeistige Anteile. Der Zugang zur Musik ist vielleicht nicht immer einfach, aber mit ein wenig Geduld offenbart „Shapes of Longing“ mehr musikalische und inhaltliche Tiefe als es anfangs scheint.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Fissure
- John The Revelator
- The Reaper
- Magic in the Trees
- Left Behind
- The Second Coming
- The Basis For The Devil’s Argument Part 1
- God Only Knows
- The Basis for The Devil’s Argument Part 2
- This Skin
- Bass - Richard Kazanjian
- Gesang - Percy Howard
- Gitarre - Stephen Sullivan
- Keys - Stephen Sullivan
- Schlagzeug - Sean Sullivan
- Shapes of Longing (2026)
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keine Interviews
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