Partner
Services
Statistiken
Wir
Jæhzorn: Weiderecht (Review)
| Artist: | Jæhzorn |
|
| Album: | Weiderecht |
|
| Medium: | LP/MC/Download | |
| Stil: | Black Metal |
|
| Label: | Fucking Kill Records / Zann's Records | |
| Spieldauer: | 20:01 | |
| Erschienen: | 15.11.2025 | |
| Website: | [Link] |
Auf ihrem ersten Tonträger "Weiderecht" lassen es JÆHZORN nach alter Mütter und Väter Sitte derbe krachen, ohne sich schwermetallischer Engstirnigkeit zu verschreiben.
Der ruppige Black Metal streift rustikalen Achtziger-Thrash, gönnt sich Prisen von Punk und Early Heavy Metal, tönt also unterm Strich ziemlich abwechslungsreich und allemal mitreißend, denn Timm (Gitarre), Jan (Gitarre), Alex (Bass und räudiges Gezeter) und Sven (Schlagzeug) bilden auf diesem Debüt die Abteilung Attacke, die mit ihrem Opener "Purifyre" ähnlich auf den Putz haut wie einst Desaster. "Crown Of Gold" verbindet stoisches Gedresche und feisten Groove mit einer kraftvollen Performance von Alex, die sich damit keineswegs hinter Onielar zu verstecken braucht – die gesprochene Passage bildet einen wirkungsvollen Kontrast. Mit "Haunted Shores" beweist das Quartett, dass es sich auch im Midtempo-BM souverän bewegen kann, und erinnert mich mit einer sublimen, nahezu versöhnlich klingenden Melodielinie an Armageddas "Ændalykt" (Æh…?!).
In "Mayhemic Hervest" wird die Sense geschwungen und die Ernte einst untergründig-widerständiger Darkthrone eingefahren, wobei der Dreschflegel zuweilen rasantes Tempo aufnimmt. Als Walpurgis-Hymne lädt der "Witchpit" scheinbar auch grobmotorische Gesellen zum Verrenken der Glieder ein, das Gitarrensolo lässt ebenso aufhorchen wie die Tempoverschleppung und Alex‘ Proklamation am Ende einer EP, die mit frisch tönenden Songs dazu einlädt, die Platte bzw. die Kassette erneut abzuspielen.
Denn die EP wurde auf Vinyl sowie als Tape veröffentlicht, das in diversen Versionen angeboten wurde/wird (bei Veröffentlichung des Reviews sind noch die reguläre Variante sowie das Tape plus Leder-Patch erhältlich).
FAZIT: Auf ihrem Einstand "Weiderecht" machen JÆHZORN aus ihren Herzen wahrlich keine Mördergruben, sondern knüppeln ihrer Hörerschaft in 20 Minuten fünf ebenso garstige wie kurzweilige Songs, die Black Metal ohne Rücksicht auf Reinheitsgebote zelebrieren, auf die Ohren.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Purifyre
- Crown of Gold
- Haunted Shores
- Mayhemic Harvest
- Witchpit
- Weiderecht (2025) - 12/15 Punkten
-
keine Interviews
Kontakt
