Partner
Services
Statistiken
Wir
Hi! Spencer: immernie (Review)
| Artist: | Hi! Spencer |
|
| Album: | immernie |
|
| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Deutschsprachiger Indie Rock, Pop |
|
| Label: | Merchcowboy Records | |
| Spieldauer: | 41:00 | |
| Erschienen: | 21.08.2026 | |
| Website: | [Link] |
Mit radio- und familienfreundlichem (Indie-)Pop-Rock passen HI! SPENCER ebenso gut ins Sat1-Frühstücksfernsehen, wie sie es verstehen, das Klischee vom berufsjugendlichen Musiker, zumindest zum Großteil, zu umschiffen.
Zwar ist die behauptete Punk-Sozialisation der Musiker kaum mehr zu erkennen, aber „immernie“ bietet dynamische Songs, die durchweg im Ohrwurmformat daherkommen.
Dabei besingt die Band freundliche „Gespenster“ ebenso wie in „Heimweh“ akustische Lagerfeuerstimmung angesagt ist. Thematisch dreht sich das Stück um Erinnerungen an ein jugendliches Ferienlager und eine Zeit, in der das Leben noch unbeschwert schien.
Dieses Gefühl von Nostalgie zieht sich in gewisser Weise als Roter Faden durch das Album, wird in „Motel One“ aber auch in ein sarkastisches Licht gerückt. Zwar rechnen HI! SPENCER hier mit vermeintlichen Selfmade-Millionären ab, wozu der hibbelige Electro-Einschlag des Stücks gut passt, aber en gros wirkt die Musik lebensfroh und locker, was den Indie-Rock Hintergrund der Musiker perfekt zur Geltung bringt.
„Elefanten“ ist entgegen seines Titels keine Hymne an die grauen Dickhäuter, sondern will als Bewältigungsaufruf für die eigens geschaffenen Probleme dienen. Dabei greift die Band auch das Albumkonzept von Gegensätzen auf, das sich schon im Albumtitel findet, ohne dass ein offensichtlicher Bezug zur Wortneuschöpfung „immernie“ hergestellt wird.
Am Ende bringen die Gitarren in „Alle sagen das“ nochmal eine drängende Energie in das Album ein, während der Refrain melancholisch-poppig wie eh und je ausfällt, womit HI! SPENCER ihren musikalischen Charakter in diesem Finale treffend konsolidieren.
FAZIT: Mit „immernie“ präsentieren HI! SPENCER ein reifes Stück Pop-affiner Indie-Rockmusik, die lockere Ohrwürmer treffsicher neben nostalgischen Pop-Nummern platziert, ohne dass eine Seite der Waagschale überwiegt. Inwiefern das Herzblut der Musiker auf den Hörer überschwappt, ist natürlich auch eine Geschmacksfrage, aber ihr Handwerk verstehen die Osnabrücker.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Mein Tal
- Wenn der Sommer geht
- Unsere Jahre
- Gespenster
- An dem Tag, der niemals kam
- Heimweh
- Raufasertapete
- Restlichtverstärker
- Motel One
- Elefanten
- Alle sagen das
- Weiteratmen (2015) - 9/15 Punkten
- immernie (2026) - 10/15 Punkten
-
keine Interviews
Kontakt
