Partner
Services
Statistiken
Wir
Harvey Rushmore & The Octopus: Mindsuckers (Review)
| Artist: | Harvey Rushmore & The Octopus |
|
| Album: | Mindsuckers |
|
| Medium: | CD/LP/MC/Download | |
| Stil: | Garage Rock, Krautrock, Surf- und Psych-Punk |
|
| Label: | Gauche Records | |
| Spieldauer: | 45:29 | |
| Erschienen: | 13.03.2026 | |
| Website: | [Link] |
Mit „Mindsuckers“ bearbeiten die Baseler HARVEY RUSHMORE & THE OCTOPUS den Krautrock-Garten mit stumpfem Werkzeug aus der Psyche-Garage. Dabei gefällt das Album vor allem durch seine zusammenhängende Atmosphäre, die hier und da auch Einflüsse von Bands wie PINK FLOYD, u.a. was die unaufdringliche Dynamik der Songs angeht, erkennen lässt.
„Wet Rabbit“ eröffnet flott und drängend. Psychedelische Gitarren treffen auf energischen Groove, der manchen Garage-Rock-Einfluss suggeriert und dem eigenwilligen Gesang ein solides Fundament verpasst.
„Hope“ zieht danach das Tempo an und wirkt verschroben punkig, wobei der Groove unnachgiebig nach vorne drückt. Ähnlich verhält es sich auch mit „Bitterkraut“, allerdings wird hier mehr Wert auf die absurd verrückte Stimmung gelegt, die sich u.a. durch Space-affine Untertöne und den nasalen Gesang hervortut.
Nachdem „Painting Colours“ introvertiert in Richtung Weltraum blickt, treten in „Moon Reject“ die besagten PINK FLOYD-Einflüsse sehr deutlich zutage, was dem Stück einen marginalen Retro-Vibe verleiht. In „Cloud Driver“ geht’s die Band ruhiger an und präsentiert so manchen Retro-Vibe, der marginal an Musiker wie Sixto Díaz Rodríguez erinnert.
„Acid River“ könnte derweil durchaus als Vertonung eines Drogenflusses durchgehen. Der Trip ist aber weniger hektisch, als ein diffuses Auf und Ab durch diverse Farbtöne zu sein und sich von nervösen Grooves bis hin zu elektrisierenden Fuzz-Gitarren langsam aber stetig zu steigern. Daran schließt „Cosmic Waves“ an und verbindet, Krautrock und Space-Rock zu einem hibbeligen Stück, an dessen Ende das Stimmungskarussell einmal im Kreis gefahren ist.
Das Titelstück beschließt „Mindsuckers“ mit abgedreht eingängigem Groove zwischen Blechtrommel, Space-Sounds und LSD-Trip, womit die Entsprechung des Titels passend ausfällt.
FAZIT: HARVEY RUSHMORE & THE OCTOPUS laden mit „Mindsuckers“ zum farbenfrohen Stimmungstrip zwischen Weltraummusik, Garagenrock und krautiger Tonsubstanz. Das klingt bisweilen verschroben, geht aber erstaunlich schnell in die Beine und hat damit ein wenig etwas von einer vertonten Scheißegal-Einstellung. Denn schließlich lässt es sich immer irgendwo durch den Dreck tanzen.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Wet Rabbit
- Hope
- Bitterkraut
- Painting Colours
- Moon Reject
- Cloud Driver
- Acid River
- Cosmic Waves
- Mindsucker
- Bass - Jonathan Meyer
- Gesang - Massimo Tandini
- Gitarre - Massimo Tandini, Stefan Cecere
- Keys - Massimo Tandini, Jakob Läser, Stefan Cecere
- Schlagzeug - Jakob Läser
- Sonstige - Mara Lustenberger (Saxophon), Jeremias Johanniskraut (Triangel)
- Mindsuckers (2026) - 10/15 Punkten
-
keine Interviews
Kontakt
