Partner
Services
Statistiken
Wir
Festung Nebelburg: Zurück ins Waldland (Review)
| Artist: | Festung Nebelburg |
|
| Album: | Zurück ins Waldland |
|
| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Pagan Metal, Punkrock |
|
| Label: | Eigenproduktion | |
| Spieldauer: | 40:37 | |
| Erschienen: | 12.12.2025 | |
| Website: | [Link] |
Band- und Albumname suggerieren Pagan-Kitsch und so ganz falsch ist diese Einordnung im Falle von „Zurück ins Waldland“ auch nicht. Allerdings mischt Alleinmusiker Nattulv der Musik seines Soloprojekts FESTUNG NEBELBURG auch Zutaten aus den Bereichen des Punk und der akustischen Traditionsmusik bei.
Dabei lässt sich ein gewisses Pathos in der Musik und ihrer Stimmung nicht von der Hand weisen und Albumtitel plus Artwork unterstreichen die traditionsbewusste Verbundenheit der Band zu ihrer Heimat, dem Bayrischen Wald.
Unter diesem Gesichtspunkt wirken auch die Texte stimmig. Beschäftigen sie sich doch u.a. mit heimischen Sagen, wie z.B. Hexenfolklore („Die Hex‘ von Wittersitt“) oder Geschichten von lebendigen Teufeln („Da Deife am Brechhaus“).
Musikalisch dagegen agiert Nattulv bisweilen abseits gängiger Frostpfade. Stücke wie die genannte Teufelsgeschichte klingen erstaunlich punkig, wobei auch eine gewisse Schnoddrigkeit nicht zu kurz kommt.
Gleichzeitig scheut der Musiker auch einen gewissen Anflug von Epik nicht, wie er u.a. im Finale „Der Waldprophet“ beweist. Pathetische Chöre treffen auf melodische Gitarrenarbeit, die zügig ins Ohr geht, wobei der Dialektgesang die leicht schnoddrige Attitüde des Albums passend unterstreicht.
FAZIT: Wer seinen Pagan Metal mit leichter Punk-Schnoddrigkeit angerührt genießen kann, der dürfte an „Zurück ins Waldland“ sicher Gefallen finden. Zwar werden hier manche Genre-Klischees bisweilen sehr offensichtlich ausgetreten, aber unterm Strich ist FESTUNG NEBELBURG ein eigenwilliges Album mit urtümlich Flair gelungen, dem reichlich Wachstumspotenzial innewohnt.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Zurück ins Waldland
- Wolfauslassen
- Spuk auf dem Rachelsee
- Über d'Grenz
- Die Hex' von Wittersitt
- Der Arberriese
- Da Deife am Brechhaus
- Der Waldprophet
- Zurück ins Waldland (2025) - 10/15 Punkten
-
keine Interviews
Kontakt
