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Mark Kelly's Marathon: Marathon (Review)

Artist:

Mark Kelly's Marathon

Mark Kelly's Marathon: Marathon
Album:

Marathon

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Progressive Rock

Label: earMusic / Edel
Spieldauer: 55:23
Erschienen: 27.11.2020
Website: [Link]

Beinharte Marillion-Fans wussten es lange im Vorfeld, doch dass Mark Kelly, der Keyboarder der Prog-Großmeister, mehrere Jahrzehnte lang mit der Idee eines Soloprojekts schwanger ging, sie aber erst jetzt umsetzt, ist in den Kreisen der Eingeweihten eine kleine Sensation.

Darüber hinaus entpuppt sich Marathon auch für die Szene insgesamt als unbedingt hörenswertes Stück Musik. Der altgediente Engländer lebt eine lang gehegte Faszination fürs Fliegen und generell Überwinden von Grenzen, schlussendlich auch in der Raumfahrt und Technologie allgemein, wie zu erwarten im Rahmen eines Textkonzepts aus, das von landestypischem Artrock unterfüttert wird. Das Nebenthema - unser fortschreitender Verlust der Fähigkeit, vernünftig und konstruktiv miteinander zu kommunizieren - könnte unterdessen kaum aktueller sein.

Mit den beiden Sängern Guy Vickers und Oliver M. Smith, den Gitarristen Pete Wood und John Cordy sowie einer aus Henry Rogers (Schlagzeug) und seinem Neffen Conal Kelly (Bass) bestehenden Rhythmusgruppe, hat Kelly sympathischerweise keine Allstar-Kapelle zusammengestellt, wohingegen die Musik, die er komponierte - auch das stand zu erwarten - größtenteils sehr vertraut anmutet.

"Mark Kelly's Marathon" geht atmosphärisch und strukturell, was die Arrangements der zunehmend weiter ausufernden Tracks (länger als sieben Minuten dauert keiner, auch wenn sie zusammen je zwei inhaltlich zusammenhängende Suiten bilden), mehr oder weniger als Ergänzung des Schaffens seiner Hauptband nach dem Einstieg von Steve Hogarth durch - leicht verträumt, nur selten aufbrausend und doch nicht so haarsträubend emotional.

Kelly versteht sich schließlich in erster Linie aufs Klangmalen, weshalb die Stücke melodisch geprägt sind und sich neben 'Bones' auch 'Puppets' - Bandkollege Steve Rothery steuerte hierzu Gitarrenparts bei - als Ohrwurm entpuppt. Das sehnsüchtige 'Arrival' ist hingegen die Gänsehaut-Nummer eines Albums, das …

FAZIT: … keine Überraschungen in der Causa Marillion bietet. Mark Kelly ergänzt das Gesamtwerk der Vorzeige-Proggies mit einer im Sinne ihrer mittleren Schaffensphase traditionellen Scheibe, die gutes Songwriting mit allen in diesem Genre erwarteten Schikanen bietet. Wer sich mehr davon erhoffte, wird enttäuscht, aber zeitlos gelungen ist das Ding so oder so. Fans greifen natürlich zur CD+DVD, auf der es eine Live-Aufführung aller Stücke zu bewundern gibt.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 649x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Amelia
  • i) Shoreline
  • ii) Whistling at the Sea
  • iii) 13 Bones
  • When I Fell
  • This Time
  • Puppets
  • Twenty Fifty One
  • i) Search
  • ii) Arrival
  • iii) Trail of Tears
  • iv) Brief History
  • DVD:
  • Amelia
  • When I Fell
  • This Time
  • Puppets
  • Twenty Fifty One

Besetzung:

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