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Pilotinthepicture: While We Escape (Review)
| Artist: | Pilotinthepicture |
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| Album: | While We Escape |
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| Medium: | CD/Download | |
| Stil: | Post- und Progressive-Rock |
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| Label: | Bitume Productions | |
| Spieldauer: | 42:23 | |
| Erschienen: | 23.10.2026 | |
| Website: | [Link] |
Der Hamburger Multiinsturmentalist Wolfram Zarnack liefert unter dem Banner PILOTINTHEPICTURE nicht etwa Flugzeuglärm ab, sondern serviert auf „While We Escape“ atmosphärischen Post-Rock mit progressiver Tendenz, der seinem Titel entsprechend, den Geist in entspannte Sphären davonträgt. Dafür verantwortlich ist auch die stimmliche Unterstützung von Josefine Winter, die mit ihrem zarten, warmen Timbre für Ruhe und Balance in der Musik sorgt.
Nicht dass Stücke wie das verspielte „Hazy World“ unausgegoren wären, gerade besagte Nummer gefällt mit einer dunklen Klangfarbe, die von diversen Bläser-Sounds eine Menge Volumen verpasst bekommt.
Ein Stück wie z.B. „Run“ entwickelt sich hingegen von einem verkappten Doom-Rock-Anfang weg hin zu einem augenscheinlich ruhigen Entspannungstrip mit repetitivem Charakter.
Unter der Oberfläche brodelt es aber gewaltig, was nicht zuletzt am (an)klagenden Gesang (und Text) liegt, der zerbrechlich und kraftvoll zugleich klingt und damit den Versuch von Eskapismus, der sich bereits im Titel des Songs findet, passend in Szene setzt.
Ob mit den „Escapegoat“ im Anschluss dem passenden Fluchtreittier gehuldigt wird, beantwortet das Stück nicht, obwohl der Charakter der Musik natürlich eine ähnliche Richtung beibehält. Allerdings wirkt die Instrumentierung hier entspannter, vielleicht auch ein wenig leichter. Verantwortlich für diesen Anflug von Leichtigkeit sind u.a. die zarten Flöten, die immer wieder anklingen und dem Stück einen marginalen fernöstlichen Hauch verleihen.
Das primär aus Klavier und Gesang bestehende „Their Song“ fährt den Puls dann endgültig fünf Schläge runter, ehe „Rev2“ mehr als einmal PINK FLOYD zitiert und zu einer über zehn Minuten langen Reise durch sphärische Keyboardsounds, langgezogene Töne und akustische Meditation gerät.
„1962“ beschließt das Album als Folk-affine Ballade, die den Fokus nochmal auf die Stimme von Josefine Winter legt und damit ein rundes Finale für „While We Escape“ schafft.
FAZIT: PILOTINTHEPICTUREs „While We Escape“ bietet unaufdringlichen, aber nie langweiligen Post-Rock, der die Farbpalette des Genres von tristem Grau bis hin zu aufbrausenden Sonnenfarben gekonnt abdeckt, ohne in etwaige Extravaganzen abzuschweifen. Das Wegdriften bleibt dem Hörer überlassen, denn die getragenen Stücke verleiten mehr als einmal dazu, sich zu entspannen und den Geist ruhen zu lassen.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Intro
- Take Me Up
- Hazy World
- Run
- Escapegoat
- Their Song
- Rev2
- 1962
- Bass - Wolfram Zarnack
- Gesang - Josefine Winter
- Gitarre - Wolfram Zarnack
- Keys - Wolfram Zarnack
- Schlagzeug - Wolfram Zarnack
- While We Escape (2026) - 11/15 Punkten
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