Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

ColdWorld: Isolation (Review)

Artist:

ColdWorld

ColdWorld: Isolation
Album:

Isolation

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Post Black Metal

Label: Eisenwald / Edel
Spieldauer: 43:33
Erschienen: 30.09.2022
Website: [Link]

Der Titel des dritten COLDWORLD-Studioalbums bezieht sich natürlich auf die Lockdowns während der Corona-Pandemie ab Frühjahr 2020, die Mastermind Georg Börners beklemmendem Depressive Black Metal auf perverse Weise ein ideales Klima boten. Die Stücke ´Soundtrack to Isolation´. ´We Are Doomed´ und ´Isolation Stagnation´ wurden schon 2020 rein digital veröffentlicht, als der Multi-Instrumentalist und Sänger anfing, im Zuge der global erzwungenen Tatenlosigkeit kreativ zu werden.

Die reine Lo-Fi-Monotonie innerhalb der Genre-Grenzen hat Börner dabei offensichtlich aufgegeben. "Isolation" wird von mindestens kammerorchestralen Arrangements geprägt, wodurch ein breites Soundbild entsteht, das über missmutiges Geschrammel und Geschrei hinausgeht. Die Kompositionen durchlaufen subtile Veränderungen durch minimale Variation; lautmalender melodischer Gesang, Streicher-Teppiche und flüssige Rhythmuswechsel erzeugen jene mittelschwere Sogwirkung, die von jeher COLDWORLDs Hauptreiz ausmacht.

Zugleich ist "Isolation" die bislang dynamischste Scheibe des Projekts, denn Börner ist sich nicht zu schade, Akustik-Breaks einzubauen und auf elegische Gitarrenleads und Violinen (´Waltz´) zu setzen, die man in dieser Form ungefähr aus dem Death-Doom-Kontext (Stichwort "Peaceville Three": frühe Paradise Lost, Anathema und My Dying Bride) kennt. Das schleppende ´Wound´ tendiert als traditionellste Nummer des Albums in Richtung frühe Burzum, wohingegen das abschließende ´Hymnus´ sowohl noisige Ambient- als auch herkömmliche Post-Rock-Gefilde streift.

FAZIT: Mit "Isolation" legt Georg Börner seine bislang vielfältigste Arbeit unter dem Banner COLDWORLD vor. Auf dem vertrauten Trauerklos-Black-Metal-Fundament stehen nunmehr quasi-sinfonische Layer, verschiedene Gesangsregister und gemütliches, aber punktgenau auf Höhepunkte ausgerichtetes Songwriting - zweifellos das Stärkste, was das Projekt seit der "Toteninsel"-Split mit Farsot zu Werke gebracht hat.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 749x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • 1. Leere
  • 2. Soundtrack To Isolation
  • 3. Walz
  • 4. We Are Doomed
  • 5. Five
  • 6. Wound
  • 7. Isolation Stagnation
  • 8. Hymnus

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Schreibe das folgende Wort rückwärts: Regal

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!