Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Tomb Mold: Planetary Clairvoyance (Review)

Artist:

Tomb Mold

Tomb Mold: Planetary Clairvoyance
Album:

Planetary Clairvoyance

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Death Metal

Label: 20 Buck Spin / Soulfood
Spieldauer: 38:33
Erschienen: 12.07.2019
Website: [Link]

Mit ihrem dritten Album in ebenso vielen Jahren machen sich leichte Abnutzungserscheinungen bei TOMB MOLD breit. Die Band verbindet auf "Planetary Clairvoyance" zwar das Beste des superfett klingenden und nachvollziehbarer strukturierten Vorgängers "Manor Of Infinite Forms" mit dem chaotischen Moment ihres Debüts "Primordial Malignity", doch in den sieben Songs passiert selten etwas Aufregendes, nun da man gründlich mit den Kanadiern vertraut ist.

Die ungemein rohe Produktion kaschiert bis zu einem gewissen Grad, dass hier technisch beschlagene Musiker am Werk sind (sieht man man von den seltenen transparenten Momenten (Akustikparts) ab -, und erweckt stattdessen den Eindruck, man hätte es mit einer weiteren Chaos-Kapelle zu tun. Eine gewisse Science-Fiction-Note auf der visuellen und textlichen Ebene sorgt dafür, dass TOMB MOLD dieser Tage quasi in Konkurrenz zu den wiedererstarkten Nocturnus (A.D.) stehen, gegen deren Kompositionen die hier vorliegen jedoch hintanstehen.

Plump gesagt musizieren TOMB MOLD (zumindest für Granitohren) gefällig am Langzeitgedächtnis vorbei. Die Platte wirkt wie eine Aneinanderreihung mehr oder weniger findiger musikalischer Ideen - manchmal bemüht komplex, ein andermal recht simpel gestrickt, doch die Abwechslung verpufft in Ermanglung eines roten Fadens. Dieses Problem liegt den Musikern aus Toronto eigentlich schon seit Beginn ihrer Karriere zulasten, bloß fällt es nun so langsam in empfindlichem Maß auf; vor allem das einseitige, unverständliche Grunzen wird der spielerischen Variabilität nicht gerecht, welche die Gruppe offensichtlich hauptsächlich auszeichnet.

Was bleibt, ist semi-progressiver Death Metal in einem äußerst schroffen Klangbild, von dem wenig bis nichts hängenbleibt.

FAZIT: "Planetary Clairvoyance" dürfte leider trotz des gehobenen musikalischen und inhaltlichen Anspruchs seiner Schöpfer in der Masse der Extrem-Metal-Veröffentlichungen untergehen, weil es zuerst einem Death-Metal-Sound entspricht; ans Songwriting scheinen die Mitglieder nur nebenbei gedacht zu haben.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 449x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Beg For Life
  • Planetary Clairvoyance (They Grow Inside Pt 2)
  • Phosphorene Ultimate
  • Infinite Resurrection
  • Accelerative Phenomenae
  • Cerulean Salvation
  • Heat Death

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Welche Farbe hat eine Erdbeere?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!