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Roy Orbison with The Royal Philharmonic Orchestra: Unchained Melodies – Volume 2 (Review)

Artist:

Roy Orbison with The Royal Philharmonic Orchestra

Roy Orbison with The Royal Philharmonic Orchestra: Unchained Melodies – Volume 2
Album:

Unchained Melodies – Volume 2

Medium: CD/Download/Do-LP/LP+DL-Code
Stil:

Symphonischer Nostalgie-Pop

Label: Roy‘s Boys LLC/Legacy Recordings/Sony Music
Spieldauer: 49:37
Erschienen: 23.11.2018
Website: -

Eine der schönsten Erfahrungen der vergangenen Jahre für alle Musik-Nostalgiker war und ist die intensive Wiederbelebung des Vinyls, dem alle audiophilen Miesepeter und wirtschaftsmagnatischen Rechenfüchse im digitalen Zeitalter längst den Tod vorausgesagt und bescheinigt hatten.
Ja, daraus ist nichts geworden! Welch ein Glück.
Ein noch größeres Glück ist zudem, dass auf dem schwarzen Klanggold immer mehr „uralte“ Aufnahmen in restaurierter Form wieder- oder gar neuveröffentlicht werden, die zwischen den Rillen ihre ganze nostalgische Pracht zum großen Klang entfalten und man noch dazu wundervoll gestaltete, richtig große LP-Cover in den Händen halten kann... und im Falle des wortwörtlichen Goldstücks Unchained Melodies – Volume 2 von ROY ORBISON & THE ROYAL PHILHARMONIC ORCHESTRA man noch ein 12-seitiges LP-großes Heft mit dazubekommt.

Was allerdings auf diesem Doppel-Album geschieht, wird wohl auf geteilte Meinungen treffen – aber die vielköpfige, ebenfalls sehr musikalische Familie von ROY ORBISON hat sich entschieden, die „Mission alte Stimme trifft auf neue Instrumentierung“ durchzuziehen. Und da die erste Mission im vergangenen Jahr bereits sehr erfolgreich war, folgt nun mit „Unchained Melodies – Volume 2“ Teil 2.
Die Idee hinter diese musikalischen „Aus alt-mach-neu“-Variante besteht darin, dass die Originalstimme von ROY ORBISON nachträglich völlig neu instrumentiert wird, ein ganzes Orchester – und zwar die königlichen Philharmoniker – und Orbison-Familienmitglieder ihn an Gitarren, Schlagzeug und Background-Gesang begleiten. So wird für‘s Vinyl zugleich eine optimale, voluminöse Sound-Qualität erreicht, auch wenn hier natürlich getrickst wird.
Wahrscheinlich stoßen solche modernen Bearbeitungen bei einigen Musikfreunden auf Widerstand. Aber vielleicht sollte man sich vorher wirklich einmal anhören, was für symphonische Mini-Epen durch diese Neubearbeitungen entstanden sind.

Speziell für dieses Album wurden alle Orbison-Songs ausgewählt, die sich für eine orchestrale Bearbeitung besonders gut eigneten, um so zu zeigen, welch klassisches Potenzial sich hinter den Orbison-Stücken verbirgt.
Außerdem wurden sechs Stücke zusätzlich ausgewählt, die von den Fans als ihre absoluten Orbison-Lieblingshits gewählt wurden: “Walk On“, “Leah“, “Crawling Back“, “Blue Bayou“, “Danny Boy” und “California Blue”!
Das Zeitspektrum der Aufnahmen erstreckt sich von 1963 bis zu Orbisons Tod im Jahr 1988.

Zu den Hintergründen von „Unchained Melodies“, dem Nachfolger von „A Love So Beautiful“, stellt der Co-Produzent Don Reedman mit einer ganzen Menge Stolz auf die am Ende erbrachte musikalische Leistung fest: “Die Herausforderung bestand darin, ein Album zu schaffen, das nicht nur an die Qualität des Vorgängers `A Love So Beautiful´ heranreicht, sondern diese sogar übertrifft. Wir wussten, dass wir uns durch den riesigen Katalog von Orbison wühlen müssen. Es gab aufregende Momente, in denen ich mir sicher war, wir könnten etwas schaffen, das sowohl eine natürliche Fortsetzung, als auch eine Überraschung für Roys Fans ist: Mit Songs, die frisch klingen, die eben ein wirklich neues Album bilden.“

FAZIT: ROY ORBISON & THE ROYAL PHILHARMONIC ORCHESTRA – eine Stimme aus der Vergangenheit trifft auf ein Orchester der Gegenwart. Die moderne Technik macht‘s möglich! Ein spannendes und am Ende durchaus gelungenes Experiment, das uns klangvoll von Doppel-Vinyl zu Ohren führt, wie es wohl geklungen hätte, wenn ROY ORBISON noch zu Lebzeiten gemeinsam mit einem Symphonie-Orchester aufgetreten wäre und seine „Unchained Melodies“ zum Besten geben würde.

Thoralf Koß (Info) (Review 238x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Tracklist:
  • Seite A (13:59):
  • Unchained Melody (3:55)
  • Blue Bayou (2:55)
  • She‘s A Mystery To Me (3:53)
  • Heartbreak Radio (3:16)
  • Seite B (9:06):
  • Falling (2:31)
  • Walk On (3:23)
  • The Great Pretender (3:12)
  • Seite C (10:29):
  • The Crowd (3:08)
  • The Comedians (3:28)
  • Craling Back (3:53)
  • Seite D (16:03):
  • Danny Boy (6:14)
  • Too Soon To Know (3:35)
  • Careless Heart (2:04)
  • California Blue (4:10)

Besetzung:

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