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Black Country Communion: Black Country Communion (Review)

Artist:

Black Country Communion

Black Country Communion: Black Country Communion
Album:

Black Country Communion

Medium: CD
Stil:

Classic Rock / Blues

Label: Mascot / Rough Trade
Spieldauer: 62:35
Erschienen: 24.09.2010
Website: [Link]

Was wurde nicht alles über diese Band geschrieben? Mehr Superlative gehen nicht mehr, wobei die alten Herren und der Jungspund sich auch nicht die Wurst vom Teller ziehen lassen: BLACK COUNTRY COMMUNION spielen bluesigen Classic Rock, wie er anno 2010 kaum besser gelingen könnte.

Zunächst einmal: Kevin Shirley kann anheimelnde Produktionen anfertigen, wenn er will. Der Speed-Soul des Openers besticht durch den gleichen warmen Sound wie das Improvisationszipfel am Ende des Debütalbums der Allstar-Combo. Genau zwischen diesen beiden Extremen ist der Rest des Materials anzusiedeln: Kompaktheit einerseits, jedoch niemals mit Aussicht auf Abrieberscheinungen, also gewissermaßen zeitlos-aktuell (Rock never dies und so, nicht wahr?). Glenn Hughes ist der eigentliche Star, weil man ihn lange nicht mehr so befreit spielen und singen gehört hat. So relaxt etwa "one Last Soul" und "The Great Divide" bisweilen anmuten: die Urgewalt seiner Stimme reißt den Hörer immer wieder aus der Lethargie, die Joe Bonasmassa gewiss nicht als solche, sondern als Blues-Essenz bezeichnen würde. Demzufolge einen BLACK COUNTRY COMMUNION die Jünger zweier musikalischer Lager, zumal man mit "Song of Yesterday" einen "Mistreated"-würdigen Track im Aufgebot hat. "Medusa" ist bekanntermaßen eine alte TRAPEZE-Nummer und fügt sich überraschend gut in den staubfreien wie -trockenen Kontext (herrliche Bonham-Drums auch) ein. Derek Sherinian bleibt weitgehend so blass, wie er es bei seinen Sideman-Jobs auch zu sein pflegt, verkneift sich allerdings unpassende Prog-Querschläge der Art, wie man sie von seinen Soloscheiben kennt. Seine Orgelsounds entsprechen den Zubringerarbeiten der Herren Lord oder Airey, liegen aber kaum im Supervirtuosen-Bereich.

Wie gesagt: die Vocals machen den Unterschied; Bluesschleicher werden erst durch Hughes interessant, obschon sie ohne ihn gewiss auch niemandem der Beteiligten Schande bereiten würden. "Sista Jane" mag der einzige Nummer-sicher-Track sein, doch ansonsten bietet "Black Country Communion" alles, was die Protagonisten versprechen. Glenn Hughes hat Recht, wenn er mit dieser Gruppe auch in Zukunft von sich hören lassen will - Wir freuen uns.

FAZIT: Von einem Hammer möchte man irgendwie nicht sprechen, da man es sich so zu leicht machen würde. Dessen ungeachtet ist BLACK COUNTRY COMMUNION mit ihrem Einstand ein Highlight gelungen, dem hoffentlich weitere folgen werden. Geiler kann man klassischen Hardrock mit kräftiger Blues-Schlagseite nicht spielen. Die Wertung wäre also auch ohne Prominenz im Hintergrund gerechtfertigt. [Album bei Amazon kaufen]

Andreas Schiffmann (Info) (Review 3246x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Black Country
  • One Last Soul
  • The Great Divide
  • Down Again
  • Beggarman
  • Song Of Yesterday
  • No Time
  • Medusa
  • The Revolution In Me
  • Stand (At The Burning Tree)
  • Sista Jane
  • Too Late For The Sun

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Hosty
gepostet am: 22.10.2010

User-Wertung:
14 Punkte

Also ich würde da von einem "Hammer" sprechen. Was mir bei Chickenfoot noch gefehlt hat, ist hier vorhanden. Classic Rock der ersten Güte! Hoffentlich kann man BCC bald live bewundern.
Oger [musikreviews.de]
gepostet am: 22.10.2010

User-Wertung:
10 Punkte

Chickenfoot stinken gegen BCC klar ab und es gibt einige echte Knaller-Songs zu bestaunen. Ich meine allerdings auch, dass das Album schon ein paar Längen (z.B. bei "Too Late For The Sun") aufweist. Aber vielleicht fehlt mir da auch nur das nötige Blues-Gen.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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