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Death Courier: Necrotic Verses (Review)

Artist:

Death Courier

Death Courier: Necrotic Verses
Album:

Necrotic Verses

Medium: CD/Download
Stil:

Death Metal

Label: Transcending Obscurity
Spieldauer: 33:44
Erschienen: 05.06.2020
Website: [Link]

Als altgediente Instanz der griechischen Metal-Szene halten sich DEATH COURIER seit fast einem Vierteljahrhundert mit nicht immer regelmäßig erscheinenden Platten über Wasser, ohne je mit der Zeit gegangen zu sein. Auf "Necrotic Verses" zeigen sich die Todesjünger dementsprechend unberührt von flüchtigen Strömungen und ziehen ihr Ding konsequent weiter durch, wobei sie sich aber eine überraschende Frische bewahrt haben.

Würde Bassist und Sänger Billy Soulas nicht überwiegend dumpf grunzen, könnte man die Veteranen aufgrund der leicht verwaschenen Produktion von "Necrotic Verses" auch in einen Black-Metal-Kontext setzen, gleichwohl Schlagzeuger Ilias Iliopoulos die Snare und Basstrommeln mit einer kriegerischen Präzision malträtiert, die manche Nummer den früheren Vader ähnlich macht.

Unter strukturellen und dramaturgischen Gesichtspunkten gehen die Hellenen sowieso ähnlich vor wie die Polen - viele Doublebass-Parts im programmatischen Plattmacher-Modus, Thrash-Ausflüge und schier undurchdringliche Gitarrennebel, die wiederum an US-amerikanische Ostküsten-Acts wie Immolation oder Incantation denken lassen. Das Trio ist in all diesen Disziplinen bewandert und schlägt sich auf der Songwriting-Ebene zumindest souverän.

Die Hooks gehen aufgrund der Staubsauger-Stimme von den Riffs aus, wobei zumindest zwei, drei Nummern ('As Heaven Blends With Rot', 'Pillars') das "Hit"-Potenzial von Incubus bzw. Opprobrium haben, die wegen ihres unverbesserlichen Traditonalismus ebenfalls zum Vergleich in den Sinn kommen.

FAZIT: Death Metal im bewährten Format mit vertrauter Ästhetik und ebensolchen Wendungen - DEATH COURIER wirken auf "Necrotic Verses" im Guten wie Schlechten wie aus der Zeit gefallen … charmant entwicklungsresistent einerseits, kompositorisch nur selten besser als der Durchschnitt andererseits, aber zumindest für Szene-Hardliner eine uneingeschränkt sichere Bank.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 768x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Necrotic Verses
  • Mourning Ecstasy
  • As Heaven Blends With Rot
  • When Death Fits To Skin
  • Interlude
  • Pillars Of Murk
  • Morsimon Imar
  • Immune To Burial
  • Visceral Slice
  • Remnants

Besetzung:

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