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Blood Incantation: Hidden History Of The Human Race (Review)

Artist:

Blood Incantation

Blood Incantation: Hidden History Of The Human Race
Album:

Hidden History Of The Human Race

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Death Metal

Label: Century Media / Sony
Spieldauer: 36:50
Erschienen: 22.11.2019
Website: [Link]

Der sogenannte "Cosmic Death Metal", dem diese Amerikaner frönen, war seit ihrer Gründung auf einer EP, einer Split mit Spectral Voice und dem ersten Album "Starspawn" zu hören. Vor allem letzteres deutete an, dass die Band langfristig auf Augenhöhe mit ihren Landsleuten Horrendous musizieren würde, auch wenn sie einen etwas anderen Ansatz verfolgt.

Das ursprüngliche Duo - Gitarrist und Sänger Paul Riedl sowie Schlagzeuger Isaac Faulk - brachte schließlich noch eine Live-EP in Eigenregie heraus, bevor sie mit einem Vertrag bei Century Media zum großen Coup ausholte. Meinte man, die erneut reanimierten Nocturnus (AD) hätten 2019 alles in puncto Death Metal der verschroben proggigen Sorte gesagt, kommen nun BLOOD INCANTATION daher und stellen wie beiläufig die ganze Szene auf den Kopf. Mit den nur vier Tracks auf "Hidden History Of The Human Race" spielen sie endgültig in der ersten Liga und werden die Zukunft dieser Musik maßgeblich mitgestalten.

Das rasend schnelle Geballer 'Slave Species of the Gods' schlägt bereits Haken wie verrückt, verfolgt aber eine klar kompromisslose Linie bis zuletzt, wobei sich scheinbar chaotische Virtuosität perfekt ausgewogen mit den primitiven Wurzeln des Genres paart. Das anschließende 'The Giza Power Plant' mutet in melodischer Hinsicht passend zum Titel irgendwie ägyptisch an, bleibt schleppend doomig und mäandert so stimmungsvoll vor sich hin, wie man es vielleicht vom Einstand der Gruppe her kennt. Die Spannung steigt …

Das psychedelische 'Inner Paths (to Outer Space)' nimmt im Anschluss sozusagen die Rolle eines retardierenden Moments in einem Theaterstück ein; gastierte zuvor passenderweise Demilichs Antti Boman, dessen Band bekanntlich genauso gut mit musikalischer Extremität und Experimentierfreude jongliert(e), driften BLOOD INCANTATION ihrerseits nun mit einem fast gänzlich instrumentalen Arrangement in verträumte Cynic-Gefilde ab.

Die Nummer ist letzten Endes nur ein Intro zu 'Awakening From the Dream of Existence to the Multidimensional Nature of Our Reality (Mirror of the Soul)', das satte 18 Minuten veranschlagt und als Grande Finale im wahrsten Sinn des Wortes durchgeht. Anderer Bands würden aus so vielen Ideen, wie das Quartett sie hier verbrät, ganze Alben stricken.

und wenn man beim Hören dieser abgründigen, aber irgendwie auch betörend schönen Klangreise das stilvolle Artwork von Sci-Fi-Künstlerlegende Bruce Pennington bewundert, erschließt sich endlich auch die Bezeichnung "Cosmic Death Metal", auch wenn sie sich ähnlich mühselig in Worte fassen lässt wie die Musik als solche.

FAZIT: Die Zukunft des Death Metal heißt fortan BLOOD INCANTATION, danach kommt zunächst eine ganze Weile niemand sonst.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 820x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • Slave Species of the Gods
  • The Giza Power Plant
  • Inner Paths (to Outer Space)
  • Awakening From the Dream of Existence to the Multidimensional Nature of Our Reality (Mirror of the Soul)

Besetzung:

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