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Amber Rubarth: Wildflowers In The Graveyard (Review)

Artist:

Amber Rubarth

Amber Rubarth: Wildflowers In The Graveyard
Album:

Wildflowers In The Graveyard

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Singer/Songwriter

Label: Make My Day Records/Indigo
Spieldauer: 30:23
Erschienen: 19.10.2018
Website: [Link]

Wenn man sein Album „Wildblumen auf dem Friedhof“ nennt, verheißt das im ersten Moment sicher nichts Gutes. Das liegt natürlich auch an der Denke von uns so fein sozialisierten Zeitgenossen, die den Friedhof immer nur mit Tod, Vergänglichkeit und Trauer, aber nicht Schönheit, Hoffnung und dass auf Totem Neues gedeihen und entstehen kann, in Verbindung bringen. So, wie es beispielsweise auf Wildflowers In The Graveyard geschieht.

Die amerikanische Singer/Songwriterin AMBER RUBARTH richtet ihren Blick und Gesang, bei dem sie sich minimalistisch fast nur mit einer akustischen Gitarre begleitet, selbst wenn mitunter Mellotron, Percussion und Bass auftauchen, genau in diese Richtung.
Noch dazu ordnet sie in ihrem 12seitigen Booklet jedem ihrer Texte eine wunderschön gemalte Wildblume zu, um „Schönheit mit zeitloser Friedfertigkeit zu paaren“. Natürlich tragen die Texte und die zarte, nachdenkliche, akustische Musik ihren ganz besonderen Anteil dazu bei und vermitteln ein wenig das Gefühl, dass AMBER RUBARTH und MARKÉTA IRGLOVÁ, die mit GLEN HANSARD „Once“ zu einem der besten Musikfilme aller Zeiten werden ließ, nicht nur eine ähnlich Stimme und nachdenkliche Kompositionen verbinden.
Auch Rubarths schauspielerisches Talent führte dazu, dass sie an der Seite von JOE PRUDY in dem US-Film „American Folk“, der seit Januar in den amerikanischen Kinos läuft und Ende des Jahres auch in Deutschland anläuft, die weibliche Hauptrolle erhielt. „Once“ lässt grüßen!

Allerdings ist eine gute halbe Stunde und größtenteils eine einheitliche, durchgängige Stimmung der Songs, die sich in erster Linie in den Texten, aber nur wenig in den Rhythmen unterscheiden, nicht unbedingt die Stärke des Albums.

9 Songs akustischer, ruhiger Folk mit tiefer Naturverbundenheit und Themen, die sich rund um Leben und Tod drehen und in denen immer der Wunsch nach einem friedlichen Miteinander wohnt. Man hört ihr gerne zu, selbst wenn dabei eine gewisse musikalische Eintönigkeit eintritt, so schön auch im „Wishing Song“ der Wunsch sein mag, dass alle Kriege nur ein Spiel wären und die Opfer danach wieder aufstehen und sich mit einem „Bis zum nächsten Mal!“ verabschieden. Hier kommt dann natürlich auch das große Texter-Vorbild namens BOB DYLAN, den AMBER RUBARTH gerne auch bei ihren Live-Auftritten covert, bei der amerikanischen Songwriterin durch. Doch um auch in dessen musikalischer Singer/Songwriter-Liga zu spielen, ist es noch ein weiter Weg, selbst wenn Hubarth schon mit EMMYLOU HARRIS oder LOUDON WAINWRIGHT III tourte und das Acoustic Guitar Magazin feststellte: „Hubarth ist ein Geschenk, die mit ihren Songs, die wie aus einer anderen klassischen Liedermacher-Ära klingen, Mauern einreißen könnte.“

FAZIT: Mit „Wildflowers In The Graveyard“ zeichnet die amerikanische Songwriterin AMBER RUBARTH ein schönes akustisches Folk-Bild, in dem sie sich zärtlich zwischen Leben und Tod bewegt und dieses mit dem wunderschönen Bild der Wildblumen auf einem Friedhof zum klingen bringt, auch wenn das Album durch die sehr sparsame Instrumentierung nicht besonders abwechslungsreich und mit gerade mal einer halben Stunde sehr kurz geraten ist.

Thoralf Koß (Info) (Review 307x gelesen, veröffentlicht am )

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Tracklist:
  • Wildflowers In The Graveyard
  • Moon
  • Canyon Lines
  • The Mystery Of Flight
  • If I Fall Asleep
  • New York
  • Best I Can
  • Wishing Song
  • As We Walk Into The Night

Besetzung:

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