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Dream Theater: A View from the Top of the World (Review)

Artist:

Dream Theater

Dream Theater: A View from the Top of the World
Album:

A View from the Top of the World

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Progressive Metal

Label: Inside Out / Sony
Spieldauer: 66:23
Erschienen: 22.10.2021
Website: [Link]

Ein neues DREAM THEATER-Album schürt insofern schon lange keine Erwartungen mehr, als die Progressive-Metal-Pioniere aufgehört haben, Innovationen loszutreten. Ihr jüngstes Werk setzt demzufolge die Linie des Vorgängers "Distance Over Time" (2019) fort, der auf die beliebtesten Titel ihrer Diskografie gebürstet war und von der Souveränität der Musiker zehrte.

"A View from the Top of the World" klingt ebenso frisch und unverbraucht, obwohl das Quintett eingeschleiften Routinen folgt. ´The Alien´ verkörpert die dramatische Düsternis der Riff-orientiert harten Spätphase der Gruppe mit Ur-Drummer Mike Portnoy, ´Answering The Call´´ist auf seine melodische Art so etwas wie ´Pull Me Under´ light und somit nicht das erste Stück im Repertoire, das sich an ihrem Megahit orientiert, komplett mit typischer Melodieführung im Gesangsbereich.

´Invisible Monster´ bewegt sich im gleichen Fahrwasser, ´Sleeping Giant´ besticht durch Mellotron-Klänge während der virtuosen, aber brettharten Einleitung (Thrash-Drum-Peitschen inklusive) und mit sehr eingängigen "Oh"-Chören, die man so tatsächlich noch nicht von DREAM THEATER vernommen hat. James LaBrie liefert wie auf der letzten Platte eine starke Performance in mittlerer Lage ab, wobei der abermals düstere Unterton der Nummer die inhaltiche Auseinandersetzung mit der dunklen Seite der Psyche reflektiert.

´Awaken The Master´ wurde mit achtsaitiger Gitarre eingespielt und macht keine Gefangenen; man stelle sich die frühen King Crimson im Bett mit Nevermore zu "Dead Heart in a Dead World" vor, und naturgemäß konzentriert sich die Band hier zunächst auf Instrumental-Akrobatik. Die Strophen fallen dann aber sehr Song-dienlich aus und brechen dem massentauglichen Ganzen, das dieses Album darstellt, nichts ab.

Im quantitativ gigantischen Titelstück (sinfonischer Beginn, dann dementsprechend ein ähnlicher Verlauf wie ´Six Degrees of Inner Turbulence´) steht LaBrie während der erneut minimalistisch in Szene gesetzten Strophen im Zentrum des Geschehens, und das - man konnte es lange Zeit nicht behaupten - ist schlicht das Beste, was passieren konnte.

´Transcending Time´ erweist sich als die "sonnige" Überraschung des Albums und ist vielleicht sogar der stärkste Track - beinahe poppiger Beginn (´Status Seeker´ vom Debüt lässt grüßen) mit Hammondorgel-Sounds. dann eine charakteristisch verschachtelte Rhythmik, die nicht zu Lasten der leichten Zugänglichkeit geht, und ein richtiggehend begeisterter beziehungsweise begeisterter Refrain. So gut waren die Altgedienten aus New Jersey wirklich nicht mehr seit "Images and Words".

FAZIT: DREAM THEATER setzen die 2019 auf ihrem letzten Album begonnene Linie mit breitem Rückspiegel im Fokus weiter fort. Ihr neues Werk ist keine Retro-Platte, aber als Besinnung auf alte Tugenden sogar noch besser gelungen als sein Vorgänger.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 3052x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • The Alien
  • Answering The Call
  • Invisible Monster
  • Sleeping Giant
  • Transcending Time
  • Awaken The Master
  • A View From The Top Of The World

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
Kommentare
Marc
gepostet am: 16.10.2021

Hallo, hatte InsideOut nicht gebeten "keine Rezension" vor dem 18.10.?
Marc
gepostet am: 16.10.2021

Hallo, hatte InsideOut nicht gebeten "keine Rezension" vor dem 18.10.?
Marc
gepostet am: 16.10.2021

Hallo, hatte InsideOut nicht gebeten "keine Rezension" vor dem 18.10.?
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