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Molasses Barge: A Grayer Dawn (Review)

Artist:

Molasses Barge

Molasses Barge: A Grayer Dawn
Album:

A Grayer Dawn

Medium: CD/Download
Stil:

Doom Metal

Label: Argonauta / Soulfood
Spieldauer: 31:29
Erschienen: 10.04.2020
Website: [Link]

Bei "A Grayer Dawn" handelt es sich schon um den zweiten Longplayer von MOLASSES BARGE, die aus Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania stammen und einen für ihre Region nahezu typischen Sound fahren. Das Album fasst in etwas mehr als 30 Minuten zusammen, wie man vor beinahe 30 Jahren zur kälteren Küste des Landes hin Metal spielte, wenn man weder virtuosen Eskapaden noch Geschwindigkeitsrekorden zugetan war.

Jawohl, MOLASSES BARGE klingen dermaßen authentisch nach frühen Saint Vitus oder The Obsessed, dass man glatt denken könnte, Scott "Wino" Weinrich würde sich dahinter verbergen. Stattdessen sind es andere Veteranen, die aber tatsächlich auch gern in Maryland, der Hochburg und Geburtsstätte einiger der bekanntesten Doom-Rock- bis Metal-Acts, Konzerte geben.

Dementsprechend bedarf das Material des zweiten Albums des Quintetts keiner tiefgehenden oder philosophisch hochtrabenden Analyse; die Songs wirken wie geruhsam auf ihre Live-Tauglichkeit erprobt, was MOLASSES BARGE während der vielen Shows, die sie an der Ostküste der Vereinigten Staaten abgerissen haben, gewiss auch taten. Jedenfalls fassen sie sich kürzer als auf ihrem selbst betitelten 2017er Doppelalbum und setzen im Verhältnis zu den beiden vorangegangenen EPs in puncto Songwriting-Treffsicherheit einen drauf.

Möglicherweise hat der neue Gitarrist Barry Mull damit zu tun, aber im Mittelpunkt der Band steht eindeutig Altmeister Brian "Butch" Balich mit seiner weihevollen Stimme. Als charismatischer Sänger, wie er im Buche steht, verleiht er speziell der vertonten Niedergeschlagenheit von 'Control Letting Go' und dem Unheil verkündenden 'Black Wings Unfurl' jenen erhabenen Glanz, der diesen Nischensound für Kenner so reizvoll macht.

FAZIT: "A Grayer Dawn" ist kein unmittelbar zündendes Album, aber auch und gerade deshalb, weil die letzte Saint Vitus offengestanden scheiße war, die ideale Ersatzdroge für Fans von ganz, ganz konservativem amerikanischem Doom und ein sicherer Geheimtipp.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 601x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • The Snake
  • Desert Discord
  • Control Letting Go
  • Holding Patterns
  • Black Wings Unfurl
  • Distant
  • A Grayer Dawn
  • Reprise

Besetzung:

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