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Them: Manor Of The Se7en Gables (Review)

Artist:

Them

Them: Manor Of The Se7en Gables
Album:

Manor Of The Se7en Gables

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Heavy Metal

Label: Steamhammer / SPV
Spieldauer: 55:40
Erschienen: 26.10.2018
Website: [Link]

Nomen est omen: vordergründig forcieren THEM den Eindruck weiter, ein besserer King Diamond-Tribut zu sein, doch der teuflische Däne steckt auf „Manor Of The Se7en Gables“ lediglich im Detail. Die Band selbst steht längst auf eigenen Füßen und benutzt ihr comicartiges Horrorkonzept bloß als Grundlage für eine dringliche Mischung aus Euro Speed (‚Circuitous‘) – garantiert ohne Happy Metal-Faktor – mit nordamerikanischen Spurenelementen.

Harte Arbeit ist Bandkopf Markus Ullrich (auch Septagon, Lanfear, Cosmic Trail) als langjährigem Grenzgänger zwischen Psychedelic Rock, Progressive Metal und amerikanischem Thrash nicht fremd, und darüber, endlich einmal ein paar Früchte seines leidenschaftlichen Tuns zu ernten, darf er sich zu Recht freuen

„Als ich die Musik für unsere erste Platte schrieb, wusste ich noch nicht genau, was unser Sänger Troy wollte; THEM waren ja zunächst eine Tribut-Band, mit der ich nichts zu tun hatte. Als Lanfear auf dem Progpower Festival in den Vereinigten Staaten auftraten, nutzten wir die Gelegenheit, auch in New York zu spielen, wo ich meine jetzigen Mitmusiker überhaupt erst kennenlernte. Troy steckte mich mit seiner Begeisterung an; er hatte schon ein Cover für ein Album, ein Logo und Songmaterial, das er mir vorspielte. Es gefiel mir ganz gut, und ich sagte ihm gleich: Alter, wenn Du das richtig aufziehst und mit einem Themenkonzept verbindet, steckt eine Menge Potenzial darin.“

The rest is history, wie man im englischsprachigen Raum treffend sagt. Die auf "Manor …" zwischendurch eingestreuten Falsett-Passagen (‚Witchfinder‘) gehören ebenso zum guten Königston wie das lange Hörspiel-Intro ‚Residuum‘, Chorparts und subtil mit Keyboard-Teppichen unterfütterte Momente. Tendenziell ist die Scheibe stärker auf Tempo ausgerichtet, was beispielhaft im manischen ‚Punishment By Fire‘ wird. ‚Maleficium‘ bietet hingegen epischen Doom Marke neuere Candlemass, und die bleiern schwere Ballade ‚Ravna‘ setzt einen stimmigen Kontrast zu ‚As The Sage Burns‘ mit seinen Bass-Kapriolen.

Bleiben noch ein paar thrashige Ausritte, die passenderweise von geradezu rüpelhaften Shouts begleitet werden, und fertig ist ein Rundum-glücklich-Paket für Traditionsbewusste, die Genre-Klischees frisch aufbereitet serviert bekommen möchten.

FAZIT: Als Zweitwerk ist diese Scheibe ein ähnlich unerwarteter Nackenschlag wie 2016 das Debüt „Sweet Hollow“, und THEM selbst vielleicht die Band der Stunde, wenn es um theatralischen Metal im Horror-Milieu geht.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 642x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Residuum
  • Circuitous
  • Refuge in the Manor
  • Witchfinder
  • A Scullery Maid
  • Ravna
  • As the Sage Burns
  • The Secret Stairs
  • Peine Forte Et Dure
  • Maleficium
  • Seven Gables to Ash
  • Punishment By Fire

Besetzung:

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