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Swedish Death Candy: Swedish Death Candy (Review)

Artist:

Swedish Death Candy

Swedish Death Candy: Swedish Death Candy
Album:

Swedish Death Candy

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Kunterbuntes Psychedelic-Gemisch

Label: Hassle Records/Rough Trade
Spieldauer: 40:56
Erschienen: 24.11.2017
Website: [Link]

Wer bitte kennt und kauft heutzutage tödliche Lutschbonbons aus Schweden?
Selbstmörder?
Lebensmüde?
Mordplaner?
Oder vielleicht Musikliebhaber, die ihren Geschmack statt über die Zunge direkt über die Ohren wahrnehmen, auf schwer Psychedelisches, das gerne auch mal etwas nach den BEATLES oder STONES schmecken darf, stehen und ganz fein in heftig glitzerndes Stoner-Rock-Bonbon-Papier der 70er-Jahre verpackt wurde.
Ja, das sind die SWEDISH DEATH CANDY – nur echt aus Schweden?!?!
Ha, Pustekuchen, denn dieses schwer abgefahrene Stoner-Psyche-Quartett kommt nicht aus Schweden, sondern der Brexit-Hauptstadt London. Durchaus passend, denn diese Musik hat etwas typisch Britisches, selbst wenn sie sich mit einem schwedischen Namen schmückt.
So gesehen sind SWEDISH DEATH CANDY für die Briten das, was COOGANS BLUFF für die Deutschen sind.

Auf „Swedish Death Candy“ treffen krachende Riffs auf melodischen Brit-Pop sowie psychedelisch Experimentelles und Verspieltes auf geradlinigen Stoner Rock, bei dem einem immer wieder QUEENS OF THE STONE AGE oder KYUSS bis hin zu den illustren Krautrockern CAN oder BIRTH CONTROL in den Sinn kommen.
Da verwundert es nicht, das bereits der Album-Opener „Last Dream“ ganz klar die Richtung für die weitere abwechslungsreiche Musikdreiviertelstunde vorgibt, während deren verrücktesten Minuten uns sogar ein SYD BARRETT aus dem drogengeschwängerten Jenseits zuzuwinken scheint.

Demgegenüber umgarnt uns ein Song wie „Living Your Life Away“ mit den schönsten Pop-Melodien und haut uns die im völligen Gegensatz dazu stehenden Textbotschaften der Marke: „Kill / If killing what you love!“ (Töte, wenn du das Töten liebst!) um die Ohren bis die letzten beiden, das Album abschließenden „Liquorice“-Teile mit einer Laufzeit von 6 Minuten und 40 Sekunden nicht nur die längsten, sondern auch noch einmal die wild-psychedelischsten sind, die mit einer kindlichen Anfangsmelodie beginnen, um sich in einem wild flirrenden und postrockig steigernden Space-Psyche-Trip zu verabschieden und zu dem …

FAZIT führen: Sie sind nicht tödlich, diese SWEDISH DEATH CANDY aus dem britischen Psyche-Mutterland, aber sie schmecken nach einer in den frühen Siebzigern angesetzten, sehr halluzinogenen Kraut-Tinktur für die Ohren vieler Alt-Hippies und ihrer abgefahrenen Kinder. [Album bei Amazon kaufen]

Thoralf Koß (Info) (Review 643x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Last Dream
  • Broke Engrams
  • Love You Already
  • Avalanche
  • When All Is Gone
  • Living Your Life Away
  • Pearl
  • Liquorice Pt. II
  • Liquorice Pt. III

Besetzung:

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