Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

MetaVoid: Heliosophist (Review)

Artist:

MetaVoid

MetaVoid: Heliosophist
Album:

Heliosophist

Medium: CD/Download
Stil:

Progressive (Death) Metal

Label: Eigenvertrieb
Spieldauer: 22:58
Erschienen: 02.11.2018
Website: [Link]

METAVOIDs zweite EP nach "Parasymmetry" von 2014 beruht auf einem thematischen Konzept um die Entstehung des Sonnensystems bis zu seinem Ende, musikalisch passend umgesetzt im soweit bekannten Stil des Augsburger Projekts. Dieser speist sich aus extremem Metal und einem Verständnis von Rhythmik, das unweigerlich auf Anregungen aus dem Djent-Milieu schließen lässt.

Der Klang der dementsprechend nicht auf sechs Saiten beschränkten Gitarre wurde im Mix von Simon Hawemann (War From A Harlots Mouth, Nightmarer) angemessen in Szene gesetzt, während es sich beim Schlagzeug - wir sprechen von einer vollzähligen Band - trotz Plastiksound nicht um einen Drumcomputer zu handeln scheint. Im Sinne des vorgegebenen Rahmens folgt "Heliosophist" einem durchgezogenen Spannungsbogen, angefangen mit dem recht melodischen Intro 'Helios I' über 'Aphelion', das erste von zwei leicht überlangen Stücken. Hier etablieren METAVOID (oder etabliert, falls sich ein Einzelkämpfer hinter dem Namen verbirgt) ihren Stil mit verqueren Grooves, garstigem Gebrüll und einem dennoch irgendwie weitgreifenden Sound, der in der Tat Weltraumbilder im Kopf evoziert.

Atonale Momente und markerschütternde Breakdowns rücken das Ganze in den Deathcore-Nimbus, wo manche Band wirr um der Wirrheit willen musiziert und sich selbstzweckhaft kompliziert ins Aus frickelt. Vor dieser Art von Narzissmus sind auch METAVOID nicht gefeit, doch das Chaos, das sie u.a im kurzen Geschoss "Decarboxylation" heraufbeschwören, hat in Hinblick auf den narrativen Inhalt sozusagen Methode. Wir sprechen hier immerhin von Kosmologie bzw. Entropie …

'Embryophyte', das zweite längere Stück, ist gleich mit mehreren griffigen Hooks ausgestattet und auch in puncto Atmosphäre der Höhepunkt von "Heliosophist", ehe die EP mit dem unheilvoll zähen 'Helios II' ausklingt. Falls METAVOID in Zukunft mehr von dieser Sorte schreiben, steht uns auf einem Album Großes ins Haus. Bis dahin bleibt diese Scheibe wie schon ihr Vorgänger …

FAZIT … ein Achtungserfolg und Geheimtipp für Freunde des modern-progressiven Death bis Black Metal.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 280x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Helios I
  • Aphelion
  • Decarboxylation
  • Embryophyte
  • Helios II

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Schreibe das folgende Wort rückwärts: Regal

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!