Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Alkymist: Alkymist (Review)

Artist:

Alkymist

Alkymist: Alkymist
Album:

Alkymist

Medium: CD/Download
Stil:

Doom

Label: Indisciplinarian
Spieldauer: 44:04
Erschienen: 05.10.2018
Website: [Link]

ALKYMIST existieren seit 2016 und bestehen aus Musikern der dänischen Underground-Acts Gas Giant, Düreforsög, Detest sowie The Ritual.Dieses selbst betitelte Debüt erscheint kein volles Jahr nach der EP "Element", und dennoch lässt es das Quartett eher langsam angehen, denn was "Alkymist" zu Gehör bringt, ist nichts weniger als recht klassischer Doom Metal

Die Skandinavier möchten Prog und Heaviness miteinander versöhnen, doch ihr selbst betitelter Einstand ist keine drückende Lehrstunde instrumentaler Virtuosität, sondern insofern "fortschrittlich", wenn man so will, als die Songwriter gängige kompositorische Muster weitgehend gemieden haben und ihren eigenen Regeln folgen, was man bereits auf Sänger Peter Bjørneg Stimme münzen mag, die zwischen Halbgeflüster und Kirk-Windstein-Knurren ziemlich kauzig anmutet.

Inmitten der fetten Riffs, auf denen ALKYMISTs Musik gründet, ist sich Gitarrist Stefan Krey nicht zu schade für das eine oder andere Solo, aber spielerischer außerordentlich raffiniert geht es bei ALKYMIST nicht unbedingt zu. Die Songs sind tendenziell lang - bis zu zehn Minuten - und in ihren Strukturen oft zerfahren wie 'Djinn' das zwischendurch einfach so in sich zusammenfällt, um frei schwebenden Parts Platz einzuräumen. Dann verhallen einzelne Gitarrentöne und Trommelschläge zu leidvollem Gejammer, bis es umso heftiger weitergeht.

Dabei kann man dem Quartett eines nicht vorwerfen: mangelnde Abwechslung bzw. Behäbigkeit. Produzent Lasse Ballade (u.a. Slægt), die erste Adresse für Metal im Großraum Kopenhagen, hat eine fiebrige Live-Atmosphäre eingefangen, in der manches scheinbar spontan entstanden ist, was man nun auf "Alkymist" hört. Dies garantiert ein anhaltend gespanntes Hörerlebnis … mit einem Pferdefuß: die Tracks sind null eingängig im herkömmlichen Sinn.

FAZIT: ALKYMIST verstehen sich auf instinktives Songwriting, dessentwegen man ihren Einstand als Freund klassischer Liedstrukturen mit Vorsicht genießen sollte. Wer hingegen intensive Spannungsbögen und eine unaufdringlich spirituelle Note in seinem Doom schätzt (die Norweger Wardenclyffe und Dautha fallen zum Vergleich ein), wird von "Alkymist" begeistert sein. [Album bei Amazon kaufen]

Andreas Schiffmann (Info) (Review 272x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Ghost
  • Djinn
  • Myling
  • Black Egypt II
  • Paradise
  • Serpent

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Wieviele Monate hat das Jahr?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!