Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Shawn James: On The Shoulders Of Giants (Review)

Artist:

Shawn James

Shawn James: On The Shoulders Of Giants
Album:

On The Shoulders Of Giants

Medium: CD
Stil:

Folk, Blues, Soul, Gospel

Label: Shawn James Music/Membran/RED/Orchard
Spieldauer: 32:35
Erschienen: 15.09.2017
Website: [Link]

An wen nur erinnert mich dieses Cover?
Nach etwa Grübelei kam‘s mir endlich in den Sinn: an Jesus!
Schöner Scheiß auch, wenn man sein Leben bibeluntreu gestaltet, dann dauert‘s eben ein wenig, bis man die Parallele zum Gekreuzigten, der für unser Sünden geradestehen, oder eben angenagelt hängen, musste, herstellen kann. Das christliche Abendland wird‘s mir schon verzeihen, denn auch wenn man „On The Shoulders Of Giants“ von SHAWN JAMES hört, gibt‘s so einige Parallelen zu unserem Kirchendauergast, hängend in der ersten Reihe!

Wir treffen in Shawns finsteren Folk-Blues-Songs, welche auf den Schultern von Riesen reiten, auf Höllenhunde, Schlangen, die einen nicht aus den Augen lassen, hungrige Bestien, die vielbesungene, verhängnisvolle Delilah oder einen Gott, der, obwohl wir ganz unten sind, uns nicht aufhilft, aber auch einen Prediger, mit der Prophezeiung, dass SHAWN JAMES ein ganz Besonderer ist, der seine singende Stimme erheben soll: „Your voice will reach far. Your words will reach wide“.
Und trotzdem ist nach gut 32 Minuten der ganze Spuk (leider) schon vorbei. Eigentlich hätte uns SHAWN JAMES noch etwas länger mit auf seinen musikalischen Leidensweg nehmen können, den er mit tiefer, eindringlicher Stimme und dem souligen Timbre eines TOM JONES oder JOHNNY CASH, der den Blues hat, vorträgt.

Auch SHAWN JAMES hat schon einiges durch, was zugleich die Tiefe dieser Songs erklärt, die tatsächlich etwas Predigend-Prophezeiendes in sich tragen. Er, der Singer/Songwriter und Multiinstrumentalist, wuchs mit einer „lieben, fleißigen Mutter und ein dem Glücksspiel verfallenem, meist betrunkenem und oft einschüchterndem Vater“ auf. Und dann war da noch die Kirche, sein Zufluchtsort, in der er sang und so die ersten Erfahrungen mit „der emotionalen, heilenden Kraft der Musik und ihre Fähigkeit, Menschen zu beeinflussen“ machte, die ihm einerseits eine Möglichkeit zur Flucht aus seinem Alltagsleben und andererseits die Entdeckung seiner außergewöhnlichen Stimme bescherte.
Tatsächlich war Jesus nie weit, als SHAWN JAMES zu singen begann!

Dann ging es raus auf die Straße, in die Bars und überall, wo man noch singen und hauptsächlich Gitarre spielen konnte. Mit dieser Stimme musste man Aufmerksamkeit wecken – und weckte Aufmerksamkeit: plötzlich standen ihm TV-Shows offen, sein Song „Yukon Men“ war Titelmelodie der Discovery-Shannel-Serie und zugleich in der amerikanischen Hit-Serie „Shameless“ vertreten, während seine Solo-Cover von „American Hearts" bereits mehr als 4 Millionen Hörer im Netz fand.

„On The Shoulder Of Giants“ wurde genau in dem Studio aufgenommen, das den Geist der Musik atmet, welcher sich SHAWN JAMES verpflichtet fühlt: dem legendären SUN STUDIO in Memphis!
Hier lebte noch der Geist von HOWLIN‘ WOLF, ELVIS, JOHNNY CASH, B.B. KING und vielen weiteren Größen aus Blues und Soul. Mit SHAWN JAMES kommt ein weiterer dazu, der sich dort ohne Scham sehen und hören lassen kann.

FAZIT: „Du kannst Elemente eindringlichen Folks, dunklen und rauen Blues‘ sowie kraftvollen Soul in meiner Musik entdecken“, so beschreibt SHAWN JAMES sein sehr schön in einem Digipak mit 12seitigem Lyric-Booklet gestaltetes, allerdings mit 35 Minuten viel zu kurzes Album „On The Shoulders Of Giants“. Riesige, leidenschaftliche Musik mit winziger Spielzeit. Da hätten die Schultern der Riesen gerne ein bisschen breiter sein dürfen. [Album bei Amazon kaufen]

Thoralf Koß (Info) (Review 324x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Hellhound
  • Belly Of The Beast
  • When It Rains, It Pours
  • Snake Eyes
  • Delilah
  • Back Down
  • Lift Us Up
  • Captain Stormalong
  • Preacher Foretold

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Welches Tier gibt Milch?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!