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Hällas: Excerpts From A Future Past (Review)

Artist:

Hällas

Hällas: Excerpts From A Future Past
Album:

Excerpts From A Future Past

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Heavy / Prog Metal

Label: The Sign / Cargo
Spieldauer: 55:54
Erschienen: 03.11.2017
Website: [Link]

Der Titel lässt an THE MOODY BLUES' Klassiker "Days of Future Passed" denken, der zufälligerweise gerade 50 Jahre alt wird und eines der ersten Konzeptalben der Rockgeschichte war, doch davon abgesehen lösen HÄLLAS mit "Excerpts From A Future Past" jenes Versprechen ein, das sie mit ihrer ersten EP vor einer ganzen Weile gemacht haben.

Man hatte die Schweden beinahe schon vergessen, vor allem inmitten der Fülle von Veröffentlichungen, die allein aus ihrer Heimat nahezu im Wochentakt zur Diskussion gestellt werden. Gegen ihre zahlreichen Mitbewerber kann sich das Quintett aber definitiv behaupten, auch wenn es ebenfalls klassischen Heavy Metal bis progressiven Hardrock spielt - siehe HORISONT, NIGHT und dergleichen mehr …

Tatsächlich gestaltet sich der erste Eindruck, den HÄLLAS hiermit hinterlassen, so ähnlich wie bei den Kollegen: Ihre Entwicklung markiert einen gewaltigen Schritt, weshalb man die Band fast nicht wiedererkennen würde, wäre da nicht das charakteristische Organ von Bassist Tommy Alexandersson, der schon auf der EP ein ausdrückliches Alleinstellungsmerkmal der Gruppe war. In seinen Texten umreißt er nun ein Narrativ, das man sich aber auch wegdenken kann, um die Musik allein wirken zu lassen - und kalt lässt sie auch wirklich nicht.

Das ist Abenteuer-Rock, wie HÄLLAS ihre Musik nennen, im wahrsten Sinn des Wortes. Orgel bzw. Synthesizer und harmonisch gedoppelten Gitarrenleads entführt die Gruppe in jenes Paralleluniversum, um welches sich die Lyrics auf "Excerpts From A Future Past" drehen, wobei es egal ist, ob man den Videotrack 'Star Rider', das epische 'The Golden City of Semyra' oder das große Finale mit 'Shadow of the Templar' und 'Illusion Sky' heranzieht. Sie alle sind für sich genommen Kleinodien, denen an Detailverliebtheit, ohne das Erdige hinter sich zu lassen, momentan kaum jemand etwas entgegenzusetzen hat.

FAZIT: Düster, wavig, progressiv und retrospektiv, aber doch irgendwie modern - "Excerpts From A Future Past" ist alles und mehr. HÄLLAS lassen archaische Bilder aufziehen, dies jedoch mit einem absolut zeitgenössischen Verständnis von Songwriting, also mit einem Augenmerk auf schnell fassbare Liedstrukturen, also schiebe sie bloß niemand im Zuge der skandinavischen Classic-Metal-Welle zwischen all die zu spät kommenden Acts, die einen Trend wittern und auf dessen Zug springen möchten. Einer der Schwedenhappen des Jahres. [Album bei Amazon kaufen]

Andreas Schiffmann (Info) (Review 343x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • The Astral Seer
  • Repentance
  • Nebulon's Tower
  • The Golden City of Semyra
  • Star Rider
  • Shadow of the Templar
  • Illusion Sky

Besetzung:

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Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Andreas
gepostet am: 11.11.2017

Die Musik wäre genau mein Ding, aber das "charakteristische Organ" des Sängers und Bassisten ruiniert das Album für mich. So stelle ich mir Gesang nach einem Zahnarztbesuch mit Tamponaden in den Backen vor. :-(
Ulf - Otto
gepostet am: 13.11.2017

User-Wertung:
12 Punkte

Sveriges Äventyrock...geht so klar...ohne Frage. Die Musik erinnert an die Zeiten des Proto-Metal, also Hardrock der 70er mit hier progressiven Anklängen. Es wird eine epische Geschichte erzählt. Klangliche Nähe zu Wishbone Ash, Eloy, Nektar und natürlich Uriah Heep ist erkennbar. Der Gesang geht fachlich in Ordnung, aber die Bezeichnung von Andreas mit "Tamponaden in den Backen" ist allerdings sehr treffend. ☺
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