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Dream Theater: A Dramatic Turn Of Events (Review)

Artist:

Dream Theater

Dream Theater: A Dramatic Turn Of Events
Album:

A Dramatic Turn Of Events

Medium: CD
Stil:

Progressive Metal

Label: Roadrunner / Warner
Spieldauer: 77:01
Erschienen: 09.09.2011
Website: [Link]

Bitte beachtet auch unser DREAM THEATER-Massen-Review unter den Kolumnen!

Lange Jahre war es mit DREAM-THEATER-Alben so: Der Inhalt war feinste, zart schmelzende Vollmilch-Schokolade, stets mindestens so kunstvoll eingepackt wie auch der Inhalt gestaltet war. Teilweise grenzte die Hülle verblüffender Origami-Falttechnik – und am Ende funktionierte alles in Perfektion. Irgendwann hatten die Chocolatiers aber die Nase voll vom ewigen Vollmilchgeschmack. Und so probierten sie allerhand Neues aus: Die Süße von Karamell, den Biss von Haselnüssen, die Frische von Joghurt oder auch die Schärfe von Chili. Die meisten dieser Kreationen mundeten, wenngleich der eine oder andere Anhänger sich nach den Vollmilchzeiten zurück sehnte. Als sich dann einer der Chocolatiers, nämlich der, der immer so viel redete und mit ausgefallenen Frisuren und Bärten auffiel, aber daran machte, die kunstvolle Verarbeitung immer mehr zu verändern, war es mit der Geduld der Fans vorbei. Stacheldraht, Reißzwecken oder Glassplitter wollten nur die wenigsten in DREAM-THEATER-Schokoladen-Verpackungen finden.

Und so waren so manche treue Fanseelen gar nicht so traurig darüber, als das bärtige Männchen mit dem Hang zur Selbstdarstellung namens Mike Portnoy eines Tages seinen Ausstieg bekannt gab. Sicher, die Skepsis war greifbar: wie würde die Prog-Institution ohne ihr Aushängeschild an den Drums klingen?

Nach etlichen Durchgängen von "A Dramatic Turn Of Events" kann man konstatieren: Jegliche Skepsis im Vorfeld war unnötig. Album Nummer zwölf stellt eine rundum überzeugende Rückkehr zum Vollmilch-trifft-Origami-Sound dar. Jener Sound, der den begnadeten Musikern vor knapp 20 Jahren mit "Images And Words" den weltweiten Durchbruch brachte.

Auf "A Dramatic Turn Of Events" finden sich alle Zutaten, die ein anständiges Album des Traumtheaters braucht: knallharte Riffs, vertrackte Rhythmuspassagen, elegische Keyboard-Orgien, eine ordentliche Portion Kitsch und jede Menge Göttermelodien. Oder, anders gesagt: Diese Gratwanderung zwischen anspruchsvollster Musik und Eingängigkeit, die auch 2011 niemand besser hinbekommt als DREAM THEATER. Die deplatziert wirkenden modernen Thrash- und Knüppelpassagen gehören der Vergangenheit an, die ganze Band wirkt trotz der komplexen Arrangements so locker, so entspannt, als sei mit dem Weggang von Mike Portnoy, der durch Mike Mangini äußerst kompetent ersetzt wurde, eine Pistole im Rücken der Band verschwunden.

Das gilt insbesondere für Sänger James LaBrie, der gelöst klingt wie nie, der nicht gezwungen wird zu brüllen, sondern sich stattdessen mit stets passendem Klargesang zu seiner besten Gedangsleistung seit ewigen Zeiten aufschwingt. LaBrie ist zweifellos das Bandmitglied, das am meisten vom Ausstieg Portnoys profitiert.

Was der vom Ex-Drummer stets ein wenig gegängelte Sänger alleine auf den beiden Longtracks "Bridges In The Sky" und "Outcry" an Gänsehautmomenten raushaut, stopft all denen das Maul, die den Lockenkopf für das mit Abstand schwächste Glied der DT-Kette halten. Doch man hört: Wenn niemand das Messer an LaBries Kehle hält, agiert dieser fast auf Augenhöhe mit seinen begnadeten Mitmusikern. Der nahezu einzige Kritikpunkt an "A Dramatic Turn Of Events": Drei Balladen sind ein bisschen zu viel des Sanften. Doch darüber kann hinweg gesehen werden, da alle vier Songs, die die Zehn-Minuten-Grenze knacken, absolute Highlights darstellen - ja, auch im Bandkontext. Und auch "kürzere" Songs wie der "Images And Words"-Gedächtnis-Opener "On The Back Of Angels" oder das zwischen modernen Tönen und Ultraeingängigkeit pendelnde "Build Me Up, Break Me Down" stehen dem in kaum etwas nach.

FAZIT: Danke, Mike Portnoy, für alles, was Du den Fans durch DREAM THEATER gegeben hast. Aber im Vergleich zu den letzten Alben zeigt "A Dramatic Turn Of Events", dass Deine Band, Dein Baby, Dein musikalisches Leben, besser ohne Dich klarkommt. Hmmmm, Vollmilch...

Lothar Hausfeld (Info) (Review 9154x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • On The Backs Of Angels
  • Build Me Up, Break Me Down
  • Lost Not Forgotten
  • This Is The Life
  • Bridges In The Sky
  • Outcry
  • Far From Heaven
  • Breaking All Illusions
  • Beneath The Surface

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
Kommentare
Mirko
gepostet am: 12.09.2011

User-Wertung:
9 Punkte

Auch ein gutes Dutzend Durchläufe brachte keine Verbesserung; links rein, rechts raus. Für DT Verhältnisse ein verdammt zähes Album. Schade...
DigitalDream
gepostet am: 13.09.2011

User-Wertung:
14 Punkte

Kann ich nicht bestätigen für mich eine der Besten Dream Theater CD´s. Ich kann auch nicht nachvolziehen was alle gegen James LaBrie haben er Singt einfach fantastisch auf dem Album .... Die CD hat einfach alles was man von Dream Theater eigentlich Coole Balladen und tolle Progressive Songs...
Jon
gepostet am: 13.09.2011

Interessant, dass man inzwischen bei jedem neuen DT-Album immer die gleichen Sätze durchkaut: "Endlich sind sie wieder da!" "Endlich wieder auf alter Höhe!" "Bestes Album seit Images & Words" ... usw usf
Hm, scheint mir so, als hätte man diese Hoffnung ein wenig abgelutscht. Es gibt neue Progmetal-Kings. DT sind nur noch ein Museum einstiger Heldentaten, keine Institution innovativer Klangkünste...
joschi
gepostet am: 13.09.2011

User-Wertung:
10 Punkte

Alleine der aktive/gelernte Musiker wird den Unterschied zwischen den beiden Mike's hören, mir gefällt das Drumming auf dem neuen Album.

A Dramatic Turn Of Events hat seine guten Momente und Part, gefällt mir aber nicht durchgängig.

Eigentlich ein gutes Album, für DT-Verhältnisse aber aber kein Highlight, da (mir persönlich) der alles überragende Reißer fehlt. DT..., 10 Points :-)
Mirko
gepostet am: 14.09.2011

Die neue Arch/Matheos lässt die DT wie B-Ware aussehen
darkwater
gepostet am: 14.09.2011

User-Wertung:
12 Punkte

Mir fehlt die Metal Attitude der letzten Alben ein wenig! Alles ein wenig ZU zahm!
Ray
gepostet am: 14.09.2011

User-Wertung:
14 Punkte

Also...
Nach dem ersten Mal durchhören muss ich doch sagen, dass mir persönlich das Album um einiges besser gefällt als seine zwei Vorgänger.

Bevor es gleich Krititk von allen Seiten hagelt!
Nein, ich bin keiner dieser treuen Fans die immer nur sagen: "DT sind die Besten!" usw.
Aber allein die Aussage: "Für DT reicht das Album nicht aus um 15 Punkte zu ergattern!" , zeigt mir mal wieder, dass es besser ist immter nur zum guten Durchschnitt zu gehören, als immer ganz oben mitzuspielen. Entschuldigung, aber diese Auffassung kann ich echt nicht teilen!
Für mich ist dieses Album eindeutig vom ersten bis zum letzten Track hörbar (was viele andere Alben selten schaffen) und ich denke euch geht es nicht anders.
Jedes mal wird von DT immer noch mehr verlangt, aber irgendwann geht halt nicht mehr!
Für mich liegt dieses Album irgendwo zischen 13 und 14 Punkten... und da man ja bekanntlich aufrundet sind es 14!
Jedem das seine! Ich will damit keine Diskussion anheizen, aber selbst Appearance of Nothing, Leprous oder Pain of Salvation haben es mit ihrem letzten Album nicht geschafft, dass es keinen Song gibt, den ich nicht immer skippe . ;}
Damit noch einen schönen Abend!^^
Jon
gepostet am: 14.09.2011

Muss meine Meinung zum Teil revidieren.

Wow! Ich fand DT seit Six Degrees nur einen lahmen Abklatsch ihrer Selbst bis hin zur völligen Ideenlosigkeit der letzten zwei Alben... Aber endlich gibt es eine CD, bei der ich mich nich fragen, wann sie endlich endet, bei der ich einen wohligen Schauer während der Soli bekomme und bei der ich so etwas wie Spielfreude heraushöre.

Mission accomplished...
Mathias
gepostet am: 15.09.2011

"Black Clouds..." war die erste DT Scheibe die ich mir NICHT gekauft habe. Irgendwie gab es keine neuen Ideen mehr, kein Fortschritt, alles schon gehört. Portnoys Abgang ist eine große Zäsur, deshalb werde ich "A dramatic turn..." wieder eien Chance geben. Auch wenn ich insgeheim hoffte, sie würden es zum Anlass nehmen und sich im Sinner wirklich "progressiver" Bands auch mal neu erfinden (-> Opeth)
Sebastian
gepostet am: 16.09.2011

Neuerfindung gibt es hier nicht, aber dafür die rundeste, magischste Songsammlung der Band seit "Awake". Ich bin geplättet von einem Album, dass ich so nicht einmal ansatzweise erwartet habe. ;-)
Mirko
gepostet am: 16.09.2011

Stimmt, so wie erwartet ist sie wirklich nicht, sondern wie befürchtet. ;-)
Leo
gepostet am: 16.09.2011

User-Wertung:
14 Punkte

Als echter Fanboy liebe ich natürlich alle Scheiben von DT, die ADToE ist aber für mich unter Prog-Gesichtspunkten eine echte Offenbarung. Soundtechnisch finde ich sie auch sehr gut (man hört sogar den Bass :-), die hiphop Drumbeats sind mir aber zu cossover ...
Al Da
gepostet am: 17.09.2011

User-Wertung:
1 Punkte

Pop, lahm, zäh, langweilig, bah!!
Oger [musikreviews.de]
gepostet am: 17.09.2011

Wenn man eine Band grundsätzlich nicht mag, kann man sich die Auseinandersetzung mit dem neuesten Album doch auch sparen...?
Al Da
gepostet am: 17.09.2011

User-Wertung:
1 Punkte

Fallls Du mich meinst, seltsamer Kommentar wie oft hier. Ich MOCHTE sie. Nun nicht mehr. Soweit klar?
Meros
gepostet am: 20.09.2011

User-Wertung:
15 Punkte

Ein unglaublich geniales Album! Für mich das Beste, was Dt je komponiert haben...
Llila
gepostet am: 23.09.2011

User-Wertung:
9 Punkte

Das Dt langsam aber sicher zu den alten hasen ghören zeichnete sich in den letzten jahren schon ab, was mich immer störte ist, dass dt nie aber wirklich nie songs hatte die wirklich nur zum headbangen sind; ich weiss das es dt auch nie darum ging, aber bands wie zb Periphery zeigen einfach dass man Kunst und Headbangen wirklich gut in der ProgMetal Schiene vereinen kann. Für mich ist das album mal wieder ein zeichen dafür, dass sie zwanghaft probieren an alte zeiten anzuknüpfen. die neuen beats darin sind ansich nicht schlecht mir aber nicht genug um eine neue kreative schiene im prog zu etablieren, denn andere bands haben das schon vor jahren probiert und somit ist mir das ganze nicht frisch genug. natürlich wurde hier mal wieder auf aller höchstem niveau komponiert und deswegen gibt es von mir immer noch gute 9 von 15 punkte.
PA
gepostet am: 26.09.2011

User-Wertung:
15 Punkte

Sorry Leute, die Scheibe ist einfach grandios! Lange nicht so gute Songs von DT gehört... Danke Portnoy, dass du den Weg für mehr Kreativität frei gemacht hast!
hellthrasher
gepostet am: 06.10.2011

User-Wertung:
8 Punkte

nicht schlecht. Aber fand den Vorgänger besser. Der hatte 2-3 Übersongs,welche auf der neuen fehlen. Allgemein gefiel mir nach der Train Of Thought nur die letzte Scheibe. Die neue ist geradliniger,besser produziert,aber das Keyboard und die teilweise seltsamen Drumbeats zerstöhren aufgrund Selbstszenierung wieder mal einige Songparts,ausserdem fehlt mir etwas der gelegentliche pepp- ach was solls. Symphony x hören oder die neue Redemption und Arch/Matheos. All diese Scheiben machen die neue DT sowieso platt
Henning [musikreviews.de]
gepostet am: 19.10.2011

User-Wertung:
8 Punkte

Ich kann hellthrashers Kommentar unterschreiben. Ich bin von der neuen DT sehr enttäuscht. Ich mag sowohl die alten als auch die neuen Alben von DT. Bei diesem hier bleibt aber leider nichts hängen. Natürlich hat dieses Album auch seine guten Stellen, aber es kann für mich kein gutes Album sein, wenn ich alle fünf Minuten etwas höre, was ich am liebsten überspringen will...
Symphony X und Redemption dagegen haben definitv gepunktet dieses Jahr (auch wenn beide schon bessere Alben hatten).
I. H.
gepostet am: 21.10.2011

User-Wertung:
14 Punkte

Zu meckern gibt es überhaupt nichts. Statt dessen sollte mit Lob nicht gespart werden. Nach Awake, Images and Words und Systematic Chaos für uns das beste DT Album überhaupt.
Niko - Teil 1 des Kommentars
gepostet am: 23.10.2011

User-Wertung:
4 Punkte

Die Kommentare der Kollegen Hellthrasher und Henning bringen das für mich etwas überraschende Dream Theater-Dilemma genau auf den Punkt. Gerade mal zwei Jahre her, dass die Band auf "Black Clouds ..." mit dem Opener "A Nightmare ... " und dem grandios betörenden "The Count Of Tuscany" zwei weitere absolute Highlights ihrer bereits beeindruckenden Diskografie hinzufügte und nun plötzlich offenbart sie diesen "dramatic drop in quality". Ehrlich gesagt hatte ich mich schon vor Jahren gefragt, wann es denn so weit sein könnte, dass auch diese Überband endlich mal eine durchgehend schrottige Scheibe veröffentlicht. Und siehe da, nun haben wir den Salat. Mit dem Ausstieg von Portnoy scheint die noch anno domini von Petrucci gerühmte Band-Chemie verflogen zu sein. Es hieß immer, "bei uns schreibt keiner die Musik, sie entsteht im Rahmen von Jam-Sessions". Und genau da liegt der Casus-Knacktus. Wenn man jetzt einige Wochen nach der Veröffentlichung liest, dass Mike Mangini absichtlich (?!) vom kreativen Prozess fern gehalten wurde und dass plötzlich Labrie, der nicht einmal für die übrigens hervorragende Musik auf seiner beeindruckenden letzten Solo-Scheibe verantwortlich zeigt, hier musikalisch eingriff, dann versteht man, warum Vieles auf der neuen DT gar nicht nach DT klingt.
Niko - Teil 2 des Kommentars
gepostet am: 23.10.2011

User-Wertung:
4 Punkte

Besonders die Songs 2,3,4 sowie das Material gegen Ende der Scheibe mutet eher wie die Verwertung von James-Labrie-Band-Resten an, die es vergangenes Jahr auf Static Impulse nicht geschafft hatten. Absolut deplatziert wirken die nervigen Samples, mit denen Herr Rudess das Feinschmeckerohr quält. Und die viel- und zurecht gerühmten virtuosen Instrumentaleinlagen von Petrucci/Rudess der vergangenen Werke degenerieren auf dieser Scheibe zum ersten Mal zu einfallslosem Gedudel. "On the back of angels" bietet wie gewohnt hervorragend arrangierte DT-Kost, auch wenn der Song im Verlauf an Spannung verliert und der eher schwache Chorus dem vielversprechenden Beginn nicht gerecht wird. Falls mich überhaupt etwas an dieser Scheibe musikalisch-sinnlich anspricht, so ist es das an "Learning to live" angelehnte "Breaking all illusions" mit einer wundervollen, gänsehäutigen Melodieführung. Abschließend möchte ich noch bemerken, dass echte Musikkenner bzw. Liebhaber weniger auf Sounds, als vielmehr auf Inhalte achten (sollten). Sound hin oder her, aus schlechtem Songsmaterial etwas Edles herbeizuproduzieren kommt dem Versuch gleich, aus Scheiße Apfelkuchen machen zu wollen.
Niko - Teil 3 des Kommentars
gepostet am: 23.10.2011

User-Wertung:
4 Punkte

Bis vor kurzem hielt ich Mike Portnoy für einen begnadeten Workaholic, der sich in den vergangenen Jahren zuviel des Guten zugemutet hatte. Nun, nach mehrmaligem "Genuss" der neuen DT, die nebenbei gesagt für mich keine "echte" DT-Scheibe darstellt, sehe ich mich gezwungen, dem guten Portnoy recht zu geben. DT haben befinden sich in der Tat in einem kreativen Loch und hätten eine Pause bitter nötig. In der Zwischenzeit lehne ich mich etwas zurück, in der Hoffnung, dass "the one and only" Mike Portnoy zu gegebener Zeit zurückkehrt und den Kollegen wieder einen Tritt in den Allerwertesten verpasst. Wir sollten nicht vergessen, dass trotz dieses ständigen Prog-Geredes Dream Theater schon immer und in erster Linie eine Metal Band der Achtziger Jahre war und ist. Es sind eben nicht irgendwelche Prog-Bands der Siebziger Jahre, auf die die Musik und Sound-Ästhetik der Band primär zurückgeht, sondern vor allem Iron Maiden, Metallica und noch mehr Queensryche und Fates Warning, ohne deren Vorreiter-Rolle es DT in dieser Form überhaupt nicht gäbe.
Frank
gepostet am: 29.11.2011

Was fällt mir zu diesem Album nach sehr, sehr vielen Hörabenden ein: Ein "nicht nerviger" James La Brie, ein absolut genialer Song mit vielen Musikkategorien mit ruhigen Intro (Far from Heaven und Breaking all Illusion), zwei sehr eingängige Songs bzw. Balladen (für die harten DT Fans sicher nicht gut - siehe oben) und viele Keyboard-Intros.
Urteil: So schlecht - wie hier häufig kommentiert - ist das Album nicht; gerade für eine Band, die ich nach Weggang des wesentlichen Initiators abgeschrieben habe. Für mich: ein schönes Album - ohne den richtig genialen Moment, was ich aber noch häufiger hören werde.
Henning [musikreviews.de]
gepostet am: 30.11.2011

Deswegen meine Wertung 8 Punkte (s.o.), was nach unserer Skala bedeutet:
"Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt" - und das im Mittelfeld dieser Aussage.
Simon Voggeneder
gepostet am: 30.01.2012

User-Wertung:
10 Punkte

2011 haben DREAM THEATER meine Aufmerksamkeit vor der Album-Veröffentlichung ordentlich strapaziert. Schon Monate vor VÖ war für mich klar, dieses Album blind zu kaufen. Grund dafür war in erster Linie ein starker Vorab-Track ("On the Backs of Angels") und ein großartiger Instrumentalteil aus "Bridges in the Sky", der hohe Erwartungen weckte.

Nun - Monate nach Veröffentlichung - kann ein nüchternes Fazit gezogen werden. Die hohen Erwartungen wurden zwar nicht erfüllt, doch das Album zeigt DREAM THEATER von einer starken und vor allem befreiten Seite. Wie schon oft angemerkt, ist diese CD ein Statement für die musikalische Freiheit, die nach der Trennung von Star-Schlagzeuger Mike Portnoy wieder frisch fließen kann. Es überwiegen zum ersten Mal seit Jahren wieder helle Töne im Gesamtkunstwerk - vom CD-Cover angefangen, über die Instrumentalisierung bis hin zur Gesangsleistung. Die Band kann sich dem Vorwurf meiner Meinung nach nicht erwehren, hier den inoffiziellen Nachfolger zum Durchbruchs-Album „Images and Words“ vorzulegen, so frappierend erinnert die musikalische Gestaltung an die Ära des Traumtheaters Anfang der 90er.

[...]
Simon Voggeneder
gepostet am: 30.01.2012

User-Wertung:
10 Punkte

[...]

Nehmen wir zum Beispiel „On the Backs of Angels“. Abgesehen davon, dass das Stück bärenstark beginnt und gegen Ende immer weiter abflaut, erinnert es vom Umfang und der Gestaltung an den großen Hit der Gruppe „Pull Me Under“. Auch das Gespann „Far from Heaven // Breaking All Illusions“ hat eine nicht zu verkennende Ähnlichkeit mit „Wait for Sleep // Learning to Live“. Dazwischen und danach tummeln sich die weiteren Musikstücke. Aus dem Rahmen fällt dabei „Build me up – Break me down“, welches vom ersten Hören weg als klassisches James LaBrie-Solostück in Erinnerung bleibt und nicht zur Musik des Quintetts passen will. Viel typischer sind schon die beiden Longtracks „Bridges in the Sky“ und „Outcry“, die mir als gehobener DREAM THEATER-Durchschnitt im Ohr verbleiben. Etwas seltsam muten dabei die Bauchgesänge und „Agnus Die“-Chöre an – wie auch die politische Ausrichtung letzteres Stückes.

Das alles verblasst aber gegenüber dem Star des Albums, der unzweifelhaft „Breaking All Illusions“ heißt – ein heißer Kandidat für die Allzeit-Top-5 im DREAM THEATER-Universum. Sollte Mike Myung, der das Stück entwickelt hat, in den letzten Jahren seine Ideen nicht einbringen haben können, so wünsche ich mir angesichts dieser Songgranate viel, viel mehr von diesem Schlage. Allein die erste Minute lässt ein nun schon 10 Jahre währendes Ringen um Relevanz dieser Gruppe in der heutigen Musikwelt vergessen machen. DREAM THEATER sind immer noch da. Solche Sternstunden lassen alle potentiellen Thronfolger ins Schwitzen kommen.

[...]
Simon Voggeneder
gepostet am: 30.01.2012

User-Wertung:
10 Punkte

[...]

Was bleibt? Die Meinung, dass DREAM THEATER wieder „exzellent“ sind. Aber das Gefühl vermissen lassen, über das gesamte Album hinweg an etwas Großem dran zu sein. Dazu wirken zu viele Passagen zu klassisch, zu wenig inspiriert, zu emotionsfrei. Nach der Umbesetzung wirkt das Album wie eine musikalische Standortbestimmung – um eine feste Position zu finden, von der weg neue Höhen erklommen werden können.

Ich hoffe, dass ich mit diesem Eindruck Recht behalte. 2011 bekommt das Traumtheater von mir 10 Punkte. Exzellent, mit Stimmungsschwankungen.
Nils [musikreviews.de]
gepostet am: 30.01.2012

Simon! Falls du Lust hast, bei uns Reviews zu schreiben, melde dich doch mal über das Kontaktformular. :)
Rescue1305
gepostet am: 31.01.2012

User-Wertung:
9 Punkte

ein gutes album im großen und ganzen. man hört es und fühlt es auch ! die MUSIK ! Die Leidenschaft !
aber man hört nicht mehr DT.
die kritik ist für mich bullshit hoch 10. Sorry !
kannte irgendjemand JR bevor er bei DT angefangen hat? kannte jemand JL??
MP hat einen drang zu selbstdarstellung. STIMMT !
aber ohne ihn, wäre DT nichts weiter als eine etwas alternde Highschool- band...

habe die ehre..
Peter L
gepostet am: 07.02.2012

User-Wertung:
15 Punkte

Das Beste DT Album aller Zeiten.

Wunderschöne, intelligente und abwechselungsreiche Musik. Härte vermisse ich nicht, Mike Mangini
macht einen hervorragenden Job.

Das Konzert in Düsseldorf war erstklassig!

Weiter so Jungs.
Marv
gepostet am: 07.02.2012

User-Wertung:
14 Punkte

Keine Ahnung was manche hier haben. ADTOE ist für mich - neben Images And Words - das beste DT-Album! Ich bisher noch jedes Album von DT verschlungen, meiner Meinung nach ist ADTOE aber der Höhepunkt der Bandgeschichte. DT haben nur ein Problem: Sie sind so grandios, dass viele überirdische Dinge von ihnen erwarten und deshalb immer was zum maulen finden! Ey Leute, Mund zu, Ohren auf!! Meine Wertung: 14 Punkte. Einen Punkt Abzug weil eine Ballade zu viel.
Truemas
gepostet am: 02.03.2012

Ich bin seit auch seit Jahren DT-Fan , allerdings einer der sich kritisch mit DT befassen kann. Die 2 Alben vor adtoe fand ich allerdings nur "naja" und was mir sofort auffiel bei bcasl war , das die besten Songs des Albums von Petrucci kamen und die schlechten von Portnoy. Ich bin selber Drummer aber ich hatte das Gefühl das Portnoys Weggang kein Drama sondern wahrscheinlich einen Neuanfang darstellte.
Beim neue Album habe ich von Anfang bis Ende grinsen müssen. Soviel Spielfreude, so komplex und doch Eingängig und endlich wieder ein Rudess der sich austobt! Ich habe mit einem Neuanfang gerechnet aber nicht mit so einem Paukenschlag. Dieses Album kommt , für mich, an die sfam ran, ich finde sogar die Balladen besser. Natürlich ist das Subjektiv, es spielt schon eine Rolle mit welchem Album man DT kennengelernt hat. Aber auch in Sachen Komplexität und Melodik , spielt diese Scheibe ganz oben mit.
Tim
gepostet am: 13.11.2012

User-Wertung:
13 Punkte

Ich kann dem Rezensenten nicht ganz zustimmen. Der Musik eines Systematic Chaos oder Black Clouds And Silver Linings Werkes "Stacheldrahtigkeit" vorzuwerfen (im Vergleich zu Images And Words als Vollmilchschokolade), ist meiner Meinung nach (absichtlich (?)) sehr weit hergeholt, ich konnte ebenfalls nicht erkennen, dass nur bestimmte Songs (die Portnoy Songs) auf den vorherigen nicht funktioniert haben. Sowieso ist ja auch viel von allen Bandmitgliedern in jeden Song geflossen und nicht immer nur alles von einem einzigen. Das A Dramatic Turn of Events erfrischt - und zwar in die Images Richtung - ist dennoch ersichtlich, aber es bleibt dabei, dass die Band die Form der früheren Überwerke nicht mehr durchgängig auf einem Album erreichen kann. Dass man sich beim Sound dabei bemüht wieder die melodische Schokoladenseite aufzuzeigen, ist für mich auch schon auf dem Vorgänger zu hören gewesen. Aber die Songs funktionieren auch wieder so gut, dass ich AdToE das stärkste Album seit Scenes from a Memory nennen kann. Und wer bei Dream Theater kritisiert, kritisiert sowieso immer auf einem relativ hohem Niveau.
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