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Sons Of Alpha Centauri: Sons Of Alpha Centauri (Review)

Artist:

Sons Of Alpha Centauri

Sons Of Alpha Centauri: Sons Of Alpha Centauri
Album:

Sons Of Alpha Centauri

Medium: CD
Stil:

Instrumentaler Post-Rock

Label: Sound Devastation Records
Spieldauer: 68:01
Erschienen: 2007
Website: [Link]

„Der Geist der Liebe erfüllt den Kosmos. Und der das All zusammenhält, kennt jeden Laut. Der Geist steht auf, seine Feinde zerstieben und die ihn hassen, fliehen vor seinem Angesicht. Drum sende uns deinen Geist und Leben entsteht und also eroberst du das Antlitz der Erde. Komm, Geist, erfülle die Herzen deiner Menschen und entzünde in ihnen das Feuer deiner ewigen Liebe!“

Woher habe ich wohl diesen Text?

Kleine Hilfe: diese Worte wurden 1971 im Titel des gleichnamigen Albums von einer Band gesprochen, die nicht nur in Deutschland Musikgeschichte geschrieben hat (und leider heute nur noch mit recht banalen musikalischen Ausschüttungen) aktiv ist.

„Alpha Centauri“ – ein Name, der in der deutschen Musikhistorie spätestens seit TANGERINE DREAM im Bereich des elektronischen Krautrocks Musikgeschichte geschrieben hat. JULIAN COPE bezeichnete diese „Krauts“ in seinem Buch über den deutschen Krautrock sogar als „Greatest Kosmische Group“. Kein Wunder, denn der Alpha Centauri gilt als der hellste Stern in der Konstellation des Centaurus und der dritthellste Stern, den man von der Erde aus zu Gesicht bekommen kann.

Und da ich ein großer Freund der Frühwerke von TANGERINE DREAM bin, die sich damals durch eine Art düsteren, atmosphärischen und (elektronisch) experimentellen Rock auszeichneten, waren meine Erwartungen an das Werk dieser englischen Band, die sich als SÖHNE DES ALPHA CENTAURIS bezeichnet, doch recht hoch gesteckt. Auch das sehr interessant gestaltete Promo-Booklet (das im Laden erhältliche sieht anders aus) vermittelte eine ganz ähnliche Atmosphäre wie das von „Alpha Centauri“. Nur leider hatte ich mich deutlich zu früh gefreut.

Die Einfallslosigkeit der seit 2001 aus NICK HANNON und MARLON KING bestehenden Post-Rock-Band beginnt schon mit den Titel-Namen - oder man sollte wohl doch besser Titel-Nummern sagen. Nach dem Zeitpunkt ihres Entstehens erhielten sie die entsprechende Zahl zugeordnet und wurden, wie´s scheint wahllos, auf diesem Album verteilt. Die Namensbezeichnungen, die ich in Klammern hinzugefügt habe, kann man nur auf der Homepage der Band erfahren. Wobei auch das ziemlich überflüssig ist, denn egal, wann welcher Titel entstand, sie ähneln sich alle durch ständig wiederkehrende Gitarren- und Bassmotive, die langsam das Tempo anziehen, und ein recht eintöniges Schlagzeugspiel von STEVIE B., den man mit ins pubertierende Sternen-Boot geholt hatte, nachdem bereits 25 Titel geschrieben waren. Auch für die Samples und atmosphärischen Stimmungen sollte musikalisch gesorgt werden, eine Aufgabe, die ANDREW BLAKE übernahm, um im Frühling 2004 dieses musikalische Projekt zu komplettieren.

Aus der Promo-Info erfährt man, dass die SONS OF ALPHA CENTAURI ihre Arbeit als ein Projekt beschreiben, das dann bei Konzerten mit einer ausgefeilten, medialen Kunstperformance über eine Leinwand abläuft, wobei beispielsweise entsprechende Landschaftsfotografien die Stimmung der Musik untermauern. Vielleicht hätte man diese CD dann gleich als DVD mit den entsprechenden Bildmotiven veröffentlichen sollen, dann wären den Hörern (und zugleich Betrachtern) wohl die extremen Eintönigkeiten der reinen Audio-Variante nicht so negativ aufgefallen.

Zwar gibt es auf dem Album mal die eine oder andere Besonderheit herauszuhören, doch die wird schon dann zu etwas Besonderem, wenn sie mal etwas anders klingt als diese durchgängige Einheitsmusik. So ist beispielsweise auf Titel 15, der sich also auf der CD an Position 3 befindet, etwas Krautrock a´la NEU! mit einem an MICHAEL ROTHER erinnerndem Gitarrespiel zu erkennen. Aber auch das nur für kurze Zeit, denn ganz schnell verfällt man wieder in das oben erwähnte Klischee des gesamten Albums.

Etwas Gutes allerdings hat dieses Album dann doch: Ich habe seit langer Zeit endlich wieder „Alpha Centauri“ von TANGERINE DREAM aus meinem Plattenschrank geholt und mit steigender Faszination „Sunrise In The Third System“, „Fly And Collision Of Comas Sola“ & „Alpha Centauri“ gelauscht - von einem Album, das in diesem Jahr seinen 37. Geburtstag feiert.

FAZIT: Instrumentale Musik aus England, die wie eine BLACK SABBATH-Gitarrenriff-Endlos-Schleife mal ein bisschen schneller, mal ein bisschen langsamer abgespielt und mit irgendwelchen belanglosen Soundtüfteleien ergänzt wird. Damit holt man garantiert nicht einen Stern, geschweige denn den Alpha Centauri, vom Himmel. [Album bei Amazon kaufen]

Thoralf Koß (Info) (Review 1574x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 4 von 15 Punkten [?]
4 Punkte
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Tracklist:
  • 2 (Celestial Sounds)
  • 14 (Broken Vessel)
  • 15 (Joyrider)
  • 26 (Hypnotise Traumatise)
  • 23 (SS Montgomery)
  • 25 ([Battle At] The Forts)
  • 28 (Outrun 242)
  • 21 (Hitman)
  • 9 (Landscape Nine)
  • 31 (Espionage [The Saboteur])
  • 8 (Sealand On Fire)
  • 34 (Going Down)

Besetzung:

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