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Unser Exklusiv-Bericht: SEEKING RAVEN in China

14.11.2017

                                           Einmaliger China-Trip von SEEKING RAVEN

 

Vor kurzem erlebte mit János Krusenbaum und Max Krüger eine Hälfte der Duisburger Prog-Rock-/Metal-Band Seeking Raven als Teil der Band Aëdon einen spannenden Trip in die chinesische Metropole Wuhan. Die vielfältigen Eindrücke der beiden Musiker gebe ich an dieser Stelle stark zusammengefasst wieder. 

 

Wuhan ist seit 35 Jahren internationale Partnerstadt von Duisburg und gab somit vom 2. bis 7. November 2017 Anlass für den Besuch einer Kulturdelegation aus der Ruhrgebietsstadt. Zu deren Repräsentanten gehörte die Prog-Rock-Band Aëdon als diesjähriger Duisburger Vertreter des EURO-ROCK-Kulturaustauschs. Die Band trat aber nicht in der üblichen Besetzung an, da der etatmäßige Basser Tobias Jung verhindert war. Für ihn sprang der Seeking Raven-Multiinstrumentalist János Krusenbaum ein und spielte vertraut mit dem Gitarristen Max Krüger zusammen, der auch der Axeman von Seeking Raven ist.  

 

Unvergessliches Erlebnis 

Für die beiden Freunde war es ein unvergesslicher Aufenthalt in Wuhan. Die 10-Millionen-Metropole ist zusammengewachsen aus ursprünglich drei Städten, liegt am Zusammenfluss des Jangtsekiang sowie des Han-Flusses und hat den größten Binnenhafen Chinas. Die Musiker fühlten sich wie Rockstars, weil sie einen First-Class-Aufenthalt erlebten. Jeder von ihnen war in einem Einzelzimmer mit King-Size-Bett in der 16. Etage eines 4-Sterne-Hoteltowers untergebracht. Von dort bot sich ihnen ein atemberaubender Ausblick auf die imposante Skyline der Megametropole. In Begleitung einer Dolmetscherin wühlte sich die Delegation mit eigenem Bus durch das Verkehrsgetümmel von Wuhan, absolvierte sie dort doch ein vielfältiges Besuchsprogramm. Zu den Programmpunkten zählten ein Besuch eines Musiktheaters und ein Konzert eines Symphonieorchesters. Bei einer Stippvisite in einer Grundschule spielten die Kinder in jedem Klassenraum auf jeweils verschiedenen Instrumenten Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ als Europahymne zur Begrüßung, was unsere Musiker sehr rührte. 

 

Pure Begeisterung

Der Funke sprang dann auch bei den eigenen Konzerten über. Im Rahmen des örtlichen Qintai Music Festivals gab die Band offizielle Konzerte auf einer Open-Air-Bühne und in einem Einkaufszentrum. Jeweils einige hundert chinesische Musikfans waren gekommen – unter ihnen viele junge Frauen, die kreischten und mit ihren Händen Herzchen-Grüße formten. Aus den ursprünglich angedachten Kurzauftritten wurden längere Gigs, da die begeisterte Menge die Band gar nicht von der Bühne lassen wollte. Auch wenn es für den suchenden Raben János Krusenbaum ungewohnt war, gar nicht zu singen, rockte er an der Seite der Nachtigallen Réne Ehrenberger, Simon Gatzka und Max Krüger völlig ab. Nach den Auftritten rannten viele Zuschauer zur Band und machten zusammen Selfies. Journalisten und der Fernsehsender Wuhan Television interviewten die Band, welche sogar  Grüße auf Chinesisch ausrichten ließ. Die Musiker gaben mehrere spontane Akustikgigs, wobei der von Max Krüger und János Krusenbaum gespielte Seeking Raven-Song „Rising Sun“ ebenfalls Anklang fand.

 

Nachhaltiger Eindruck  

Beide sind noch immer überwältigt vom Wuhan-Aufenthalt: „Alles, was wir da gesehen haben, alles, was wir da erlebt haben, war unglaublich!“ Genauso zeigten sich die Einheimischen beeindruckt von den musikalischen Botschaftern aus Deutschland, aber nicht nur wegen der Musik: Einem chinesischen Verantwortlichen waren Max Krügers Fingerfertigkeiten beim Essen mit Stäbchen aufgefallen, so dass er die Musiker direkt für nächstes Jahr willkommen hieß. Wer weiß, aber ohnehin pflegt die Stadt Duisburg  Partnerschaften in aller Welt – und nun hat auch Seeking Raven einen Fuß in der Tür. Übrigens erinnert mich der Wuhan-Aufenthalt an eine ähnliche Asien-Reise einer deutschen Band vor fast vierzig Jahren und die heißt Scorpions…    

 

Thomas Westerdorf

Thoralf Koß (Info)